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Kanada-Aus als Aufbruch: "Das muss der neue Maßstab sein"

Die Erwartungen steigen, Coach Marsch freut das. Verteidiger Johnston ist stolz darauf, gezeigt zu haben, dass man "wie ein Fußballland sind".

Kanada-Aus als Aufbruch: "Das muss der neue Maßstab sein" Foto: © IMAGO / Agencia EFE

Trotz des Achtelfinal-Aus gegen Marokko darf Kanada mit einiger Zuversicht in seine Fußball-Zukunft blicken.

Hat die gemeinsam mit den USA und Mexiko veranstaltete WM doch gezeigt, dass sich der Co-Gastgeber vom belächelten Fußballzwerg zu einer ernstzunehmenden Kraft entwickelt hat.

"Das muss unser neuer Maßstab sein", meinte Mittelfeldspieler Stephen Eustaquio nach der bitteren 0:3-Niederlage am Samstagabend.

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Marsch: Freude über gestiegene Erwartungshaltung

Noch auf dem Rasen in Houston hatte Trainer Jesse Marsch, der einstige Salzburg-Coach aus den USA, seine Spieler auf die Zukunft eingeschworen. Das 0:3, das am Ende klarer war, als es hätte sein müssen, schmerzte.

Der Einzug ins Achtelfinale allein war aber schon so viel besser als jedes WM-Erlebnis zuvor. Bei den zuvor einzigen beiden WM-Teilnahmen 1986 und 2022 war Kanada punktlos in der Vorrunde ausgeschieden.

Marsch: "Niemand ist enttäuschter darüber"

"Ich glaube, dass eine echte Aufbruchsstimmung herrscht - und mit dieser Begeisterung steigen auch die Erwartungen", sagte Marsch. "Bei der nächsten Weltmeisterschaft wird jeder sagen, dass alles unter dem Achtelfinale eine Enttäuschung wäre, oder? Und alles unter dem Halbfinale der nächsten Copa America ebenfalls."

Für ihn war klar: "Wir freuen uns über diese Erwartungen. Niemand stellt höhere Ansprüche an uns als wir selbst. Niemand ist enttäuschter darüber, dass wir ein Spiel verloren haben, das wir eigentlich klar unter Kontrolle hatten, als wir selbst."

"Gezeigt, dass wir ein Fußballland sind"

Insgesamt 13 Spiele dieses Turniers wurden nach Toronto und Vancouver vergeben, drei ihrer fünf Partien durften die Kanadier als Heimteam bestreiten.

In den Ausrichterstädten wurde kräftig für den Fußball geworben, in Vancouver etwa die bekannte Science World in einen riesigen WM-Ball verwandelt.

"Die Menschenmengen, die Straßen voller Fans, die gemeinsam zu den Spielen gezogen sind", erinnerte sich Defensivmann Alistair Johnston. "Wir haben der Welt gezeigt, dass Kanada ein echtes Fußballland ist."

Nicht mal Kanadier wussten, wie begeistert sie sind

Er habe immer gewusst, dass diese Leidenschaft existiert, betonte der 27-Jährige. "Aber ich glaube nicht, dass der Rest der Welt, und vielleicht nicht einmal alle Kanadier, wusste, wie groß die Fußballbegeisterung in unserem Land tatsächlich ist", sagte Johnston, der auf einen besonderen WM-Effekt hofft:

Dass die Teenager von heute zugesehen haben und in vier Jahren dabei sein wollen.

Für die WM 2030 wird sich Kanada - anders als in diesem Sommer als Gastgeber - qualifizieren müssen.

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