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NEWS
US-Teamchef Pochettino: "Wenn wir die WM gewinnen möchten..."
Auch ohne Christian Pulisic sind die US-Boys bereits ins Sechzehntelfinale eingezogen. Mauricio Pochettino dachte danach an den großen Coup.
Die USA haben am Freitag auch ihr zweites Spiel bei der Fußball-WM souverän gewonnen und damit vorzeitig das Ticket für das Sechzehntelfinale gebucht.
Im Topspiel der Gruppe D vor 66.925 Zuschauern in Seattle setzte sich die Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino gegen Australien auch ohne den angeschlagenen Leistungsträger Christian Pulisic mit 2:0 (2:0) durch. Spielbericht >>>
Mit den USA und Mexiko sind zwei Co-Gastgeber die ersten Teams, die bereits mit der K.o.-Phase planen dürfen.
"Wieder ein fantastisches Spiel"
Ein Eigentor von Cameron Burgess (11.) sowie ein Kopfballtreffer von Alex Freeman (43.) bescherten den Amerikanern den zweiten Erfolg beim Heimturnier.
"Es war wieder ein fantastisches Spiel. Wir haben gegen einen harten Gegner dominiert", sagte der Argentinier Pochettino zufrieden.
Für die "Socceroos", die weiterhin drei Punkte auf dem Konto haben, geht es in einer Woche gegen Paraguay ums Weiterkommen, für die USA gegen die Türkei um den Gruppensieg.
Für WM-Triumph braucht es auch Pulisic
Australiens Teamchef Tony Popovic verzichtete nach dem überraschenden 2:0-Auftaktsieg gegen die Türkei ebenso unerwartet zunächst auf seine beiden Torschützen Nestory Irankunda und Connor Metcalfe.
Pochettino musste indes ohne Pulisic auskommen, der gegen Paraguay (4:1) wegen Wadenproblemen bereits in der Halbzeitpause ausgewechselt worden war.
Zuletzt absolvierte der Milan-Angreifer individuelle Trainingseinheiten. "Er konnte nicht spielen, wir haben es als Team aufgefangen. Wenn wir das Turnier gewinnen möchten, dann brauchen wir alle Spieler", ergänzte Pochettino.
Historische Eigentore zugunsten der USA
Auch ohne Pulisic kontrollierten die US-Boys das Geschehen.
Wie schon gegen Paraguay gingen die Amerikaner durch ein frühes Eigentor in Führung: Balogun - Doppeltorschütze im Auftaktspiel - sprintete am linken Flügel seinem Gegenspieler davon, den Stanglpass drückte Burgess unfreiwillig ins eigene Tor.
Damit ist die USA das erste Team der WM-Historie, das in zwei aufeinanderfolgenden Spielen von einem Eigentor profitiert hat.
Die Socceroos kamen in der Offensive nur selten zur Geltung, ein Außenristschuss von Mathew Leckie flog knapp am Kreuzeck vorbei (12.). Wie schon im ersten WM-Match hatte die Pochettino-Truppe alles im Griff und belohnte sich kurz vor der Pause mit dem zweiten Tor:
Freeman köpfelte nach einem abgeblockten Dest-Schuss ein, den Abseitspfiff relativierte Schiedsrichter Felix Zwayer nach VAR-Intervention.
Australien zu harmlos
Nach dem Seitenwechsel war von den Australiern mehr Gegenwehr zu vernehmen. Die große Chance auf den nächsten Treffer vergab jedoch Balogun, der alleine auf das Tor zugelaufen war, aber zu lange für den Abschluss benötigte (51.).
Für die Socceroos schoss "Joker" Cristian Volpato aus vielversprechender Position drüber (62.). Die Partie wurde intensiver, genauso wie die Offensivbemühungen der Australier. Der Anschlusstreffer gelang aber nicht mehr.
Für kuriose Szenen sorgte Referee Zwayer, der in der Nachspielzeit trotz Trinkpausen mit einem Krampf zu Boden ging.