Norwegen Norwegen NOR
Frankreich Frankreich FRA
Endstand
1:4
1:3 , 0:1
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Trotz 1:4: Warum Norwegens Rotation ein "No-Brainer" war

Die Skandinavier veränderten fast die komplette Startelf gegen Favorit Frankreich, obwohl es um den Gruppensieg ging. Haaland und Ödegaard spielten gar nicht.

Trotz 1:4: Warum Norwegens Rotation ein "No-Brainer" war Foto: © IMAGO / Schüler

So sehr können sich Herangehensweisen unterscheiden.

Während Deutschland einen Tag vorher noch mit der A-Besetzung gegen Ecuador antrat, rotierte Norwegen gegen Frankreich fast zur Gänze durch.

Das Ergebnis war für beide Teams das gleiche: Eine Niederlage. Norwegen unterlag Frankreich mit 1:4, die DFB-Auswahl gab sich "El Tri" mit 1:2 geschlagen.

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Fredrik Aursnes war der einzige Spieler im Vergleich zur Senegal-Partie, der erneut startete. Die Superstars Erling Haaland und Martin Ödegaard wurden nicht einmal eingewechselt.

Wenig Zeit, große Erschöpfung

Auch nach der am Ende deutlichen Niederlage gegen die Franzosen bezeichnete Norwegen-Teamchef Stale Solbakken die Rotation als "No-Brainer".

Zum einen, weil die Wikinger schon fix für das Sechzehntelfinale qualifiziert waren. Obendrein kämpften einige Norweger gegen Senegal mit Krämpfen. "Es gab fünf oder sechs Spieler, die stark betroffen waren", erzählte der Trainer.

Und dann wäre da noch die kurze Zeit zwischen dem zweiten und dritten Gruppenspiel - drei Tage lagen zwischen dem Duell gegen Senegal und jenem gegen Frankreich.

"Hier, um so weit wie möglich zu kommen"

"Es hätte sein können, dass wir heute ein ordentliches Spiel gemacht hätten, aber wir wollen gewinnen. Man muss bedenken: Vielleicht hätten wir trotzdem nicht gewonnen – was wäre dann mit dem nächsten Spiel gewesen?", hinterfragt Solbakken.

Er kann die Enttäuschung der zahlreichen Norwegen-Fans zwar verstehen, die sich auf Haaland und Mbappe gefreut hatten. "Aber wir haben ihnen bereits ein paar Siege und die Möglichkeit gegeben, weitere Spiele zu sehen."

Genau deshalb wären die Norweger auch bei der WM. "Wir müssen nicht das naive Land sein, das einfach nur zum Spaß spielt. Wir sind hier, um so weit wie möglich zu kommen, und ich muss die Entscheidungen treffen, die uns dabei helfen."

Kein Nachteil im Sechzehntelfinale

Zwischen dem letzten Gruppenspiel und dem Sechzehntelfinale gegen die Elfenbeinküste haben die Skandinavier nur drei Tage Zeit, um sich zu erholen. Bei den Gegnern sind es 23 Stunden mehr.

Einen Nachteil habe Norwegen allerdings nicht, "weil wir heute das getan haben, was wir getan haben", betont Solbakken. "Man muss die kürzeste Pause zwischen den Spielen, die Zugfahrten und den Hotelwechsel bei einem Ruhetag weniger berücksichtigen. Das war ein Teil des Grundes, warum wir heute so gehandelt haben.“

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