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Stolpernde Argentinier: Zeigt England Messi & Co. die Grenze auf?

Die "Three Lions" setzen voll auf Kane und Bellingham. Die "Albiceleste" zitterte sich durch die K.o.-Phase, kann aber auf einen Messi in Topform setzen, der auch im fortgeschrittenen Alter noch Unterschiedsspieler ist.

Stolpernde Argentinier: Zeigt England Messi & Co. die Grenze auf? Foto: © IMAGO / Sports Press Photo

Im zweiten Halbfinale der Fußball-WM spielen England und Titelverteidiger Argentinien um eine historische Chance.

Am Mittwoch (21:00 Uhr, LIVE-Ticker>>>) in Atlanta wollen die "Three Lions", angeführt von Harry Kane, den Traum vom ersten WM-Titel seit 1966 am Leben halten, die "Albiceleste" mit Superstar Lionel Messi indes den WM-Pokal ein zweites Mal hintereinander nach Hause bringen. Die spielerischen Leistungen der beiden Teams während des Turniers überzeugten aber nicht zur Gänze.

England: Lebensversicherungen Kane und Bellingham

Die Durststrecke von 60 Jahren ohne WM-Titel wollen die Engländer in Amerika unbedingt beenden. Dass der Traum noch lebt, liegt vor allem an Harry Kane und Jude Bellingham.

Die beiden Stars trugen die englische Offensive bis ins Halbfinale, in der K.o.-Phase zeichnete das Duo bisher für alle sieben Tore der Engländer verantwortlich. Jeweils sechs Treffer haben Kane und Bellingham beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko erzielt. Mit Marcus Rashford gibt es nur mehr einen weiteren Torschützen im Team von Trainer Thomas Tuchel.

Flügelspieler auf Formsuche

Der Deutsche kann sich glücklich schätzen, dass sich seine beiden Offensivstars in Topform befinden. Denn am Spiel seiner Truppe hat der Perfektionist immer wieder etwas auszusetzen, nur zum Auftakt gegen Kroatien (4:2) konnten die Engländer wirklich überzeugen. Im Achtelfinale gegen Mexiko (3:2) gelang das auch Tormann Jordan Pickford, der sich mit mehreren Paraden als wichtiger Rückhalt der "Three Lions" etablierte.

Im Mittelfeld kann Tuchel auf ein stabiles Zentrum mit Declan Rice und Elliott Anderson setzen. Am Flügel suchen Bukayo Saka, Noni Madueke, Anthony Gordon und Rashford, der gegen Norwegen nur auf der Bank saß, noch nach ihrer Turnierform.

Argentinien: Messi als Zentrum des Erfolges

Auch im fortgeschrittenen Alter von 39 Jahren hat Messi bei dieser WM viele seiner Gegenspieler alt aussehen lassen. Der Torriecher des Ausnahmekickers ist der Grund, warum Argentinien ohne Probleme durch die Gruppenphase marschiert ist.

Zum Auftakt gegen Algerien (3:0) schoss der achtfache Weltfußballer alle Tore seines Teams, genauso wie beim 2:0 gegen die ÖFB-Auswahl. Mit seinen Treffern entlastete der Routinier die Albiceleste - allerdings nur kurzfristig.

Erfolgreich gestolpert

Denn in der K.o.-Phase stolperten die Südamerikaner von einer Runde in die nächste. Gegen den klaren Außenseiter Kap Verde (3:2) wurde der Aufstieg erst in der Verlängerung fixiert.

Ägypten offenbarte blau-weiße Schwächen im defensiven Umschaltspiel, auch dank der qualitativen Kaderbreite in der Offensive gelang beim 3:2 noch das historische Comeback. Denn mit Lautaro Martinez oder Julian Alvarez kann Teamchef Lionel Scaloni jederzeit einen Stürmer von Weltklasse-Format von der Bank bringen.

Auch in Katar nicht immer souverän

Gegen die Schweiz (3:1 n.V.) fehlten trotz Überzahl aber lange die zündenden Ideen im Angriffsspiel, die Eidgenossen waren über weite Strecken auf Augenhöhe. Dass auf dem Weg ins Halbfinale längst nicht alles ideal lief, obwohl es die Auslosung gut mit dem Weltmeister meinte, weiß auch Scaloni.

Leid sei in der argentinischen DNA verankert, betonte der Trainer. Im Spiel gegen England werden die Blicke wieder auf Messi gerichtet sein, der die Torschützenliste mit acht Treffern gemeinsam mit Kylian Mbappe anführt. Was die Gauchos zuversichtlich stimmt? Auch beim WM-Titel vor vier Jahren in Katar präsentierten sich die Argentinier nicht immer souverän.

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