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NEWS
Nach Kritik: FIFA-Chef Infantino verteidigt Trinkpause bei WM
Das neue Modell soll nach der WM bewertet werden, aktuell sehe Infantino jedoch einige Vorteile.
FIFA-Boss Gianni Infantino hat die umstrittenen Trinkpausen bei der Fußball-WM verteidigt.
"Vielleicht kann der Trainer bestimmte Situationen neu bewerten und bestimmte Fehler korrigieren. Die Spieler bekommen eine kleine Verschnaufpause und kommen dann wieder mit voller Kraft zurück. Nun, ist das unbedingt schlecht? Vielleicht ist es sogar gut", sagte der Schweizer nach Angaben der Nachrichtenagentur AP im Interview mit SNTV.
Bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada sollen die Schiedsrichter die Partie in jeder Halbzeit nach 22 Minuten für 3 Minuten unterbrechen. Entstanden ist das Modell aus Sorge um die Belastung der Spieler wegen der teils großen Hitze.
Weil aber gleiche Bedingungen für alle Teams gewährleistet werden sollen, werden auch Spiele in überdachten und klimatisierten Stadien unterbrochen, was schon zu Kritik führte. Teilweise gab es in den Stadien bei den vorgegebenen Unterbrechungen auch schon Pfiffe.
Weitere Werbeeinnahmen? Infantino bestreitet es
Weil die zusätzlichen Pausen nach Meinung vieler Beobachter unter anderem durch zusätzliche Werbemöglichkeiten zweckentfremdet werden, ist eine Debatte über die Sinnhaftigkeit entbrannt.
Infantino betonte aber, dass der Fußball-Weltverband durch die von den Sendern geschalteten Werbepausen keine zusätzlichen Einnahmen erziele, da die Verträge bereits vor der Einführung dieser neuen Regel abgeschlossen worden seien.
Die Trink- und Verschnaufpausen verbessern nach Ansicht des 56-Jährigen auch die Spielqualität: "Wir haben noch nie erlebt, dass 90 Minuten in einem Turnier wie diesem mit einer solchen Intensität gespielt wurden."
Analyse nach Turnier
Die FIFA werde auf der Grundlage der Erfahrungen bei diesem Turnier analysieren, wie man künftig mit der Neuerung umgehen werde.
"Wenn wir Trinkpausen nur in den Spielen einlegen würden, in denen es zu heiß ist, und nicht in den anderen, würden wir einigen Trainern oder Mannschaften einen Vorteil oder Nachteil verschaffen", erklärte Infantino.