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Einreise für Partey verweigert: Ghana schickt Protestnote

Ghanas Außenministerium schaltet sich nach der verweigerten Einreise von Thomas Partey ein. Gegen den Ghana-Spieler läuft ein Verfahren wegen Vergewaltigung.

Einreise für Partey verweigert: Ghana schickt Protestnote Foto: © IMAGO / Shutterstock

Die Einreiseverweigerung für Ghanas Fußballer Thomas Partey durch Kanada wird zum Fall für die Diplomatie.

Wie das ghanaische Außenministerium mitteilte, hat es eine offizielle Protestnote an das kanadische Außenministerium gesandt.

In dem Schreiben wird zugleich gefordert, "dass Kanada seine unglückliche Entscheidung überprüft". Partey war von Kanada die Einreise zu Ghanas Spiel bei der Fußball-WM am kommenden Donnerstag in Toronto gegen Panama verweigert worden.

Vorwürfe mehrerer Frauen

Hintergrund ist, dass der 33-jährige Mittelfeldspieler des FC Villarreal seit April wegen Missbrauchsvorwürfen in London vor Gericht steht. Die nächste Anhörung ist für den Oktober angesetzt. Partey ist in England wegen mehrfacher Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt.

Die Vorwürfe von mehreren Frauen gehen auf die Jahre 2020 bis 2022 zurück, als Partey für Arsenal spielte. Vor einem Londoner Gericht plädierte er auf nicht schuldig. Ein Urteil soll nicht vor Mitte 2027 fallen.

Ghanas Außenministerium: "Willkürliche" Entscheidung

Gegen die kanadische Entscheidung protestiert nun Ghanas Regierung. Man "äußere starke Bedenken hinsichtlich der willkürlichen und äußerst unfairen Entscheidung Kanadas" gegenüber Partey, "eines ghanaischen Staatsbürgers und Schlüsselspielers der Nationalmannschaft".

Es werde davon ausgegangen, dass die Entscheidung auf Basis eines anhängigen Verfahrens in Großbritannien getroffen worden sei, das zu keiner Verurteilung oder einem gerichtlichen Schuldspruch geführt habe.

"Die Regierung von Ghana bekräftigt das fundamentale Rechtsprinzip der Unschuldsvermutung als Eckpfeiler von Gerechtigkeit und ordnungsgemäßen Verfahren in demokratischen Gesellschaften", heißt es in dem Schreiben.

Man respektiere zwar Kanadas Recht, für die Einhaltung der Einwanderungsgesetze zu sorgen. Die Berufung auf unbewiesene Anschuldigungen ohne gerichtliche Entscheidung werfe jedoch Fragen der Fairness und Verhältnismäßigkeit auf.

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