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Deschamps nach Niederlage und Abschied: "Das ist meine Schuld"

Frankreich schafft nach einer verpatzten ersten Hälfte das Comeback, für den Sieg reicht es nicht. Der scheidende Trainer zeigt sich danach selbstkritisch.

Die WM-Reise für Frankreich endete mit einer bitteren 4:6-Niederlage gegen England (zum Spielbericht >>>).

Für Trainer Didier Deschamps war es zudem das letzte Spiel seiner 14-jährigen Ära an der Seitenlinie der "Equipe Tricolore".

Seine Mannschaft veränderte er an sieben Positionen im Vergleich zum letzten Spiel. Das brachte nicht den gewünschten Effekt. In der ersten Halbzeit musste man vier Gegentore hinnehmen und wirkte sichtlich verloren.

Deschamps nimmt Schuld auf sich

"Dass wir es nicht geschafft haben, ist natürlich meine Schuld, wir hätten in der ersten Halbzeit mehr tun müssen", erklärt der Trainer nach dem Spiel.

Trotz der Niederlage hätte er ein wunderschönes Abenteuer mit der Mannschaft bei der WM erlebt.

Spiel "wird die Legende des Trainers nicht beschädigen"

Kylian Mbappé, der mit dem 4:1 die Aufholjagd einleitete und auch das 3:4 beisteuerte, findet den Misserfolg gegen England "schade" für seinen Trainer.

Er erklärt: "Wir wollten für ihn das Spiel gewinnen, ihm ein Geschenk machen."

Zudem ergänzt Frankreichs Starspieler: "Leider hatte man in der ersten Halbzeit das Gefühl, dass wir ihn enttäuscht haben. Wir wollten ihm danke sagen für alles, was er gemacht hat, aber dieses Spiel wird die Legende von Didier Deschamps nicht beschädigen."

Dass die Niederlage an der ersten Halbzeit lag, war auch ihm klar: "Ich denke, es war ein Spiel mit zwei völlig unterschiedlichen Gesichtern. In der ersten Halbzeit waren wir völlig überfordert und wurden vom Gegner aufgerüttelt. In der zweiten Halbzeit kamen wir als Weltklassespieler zurück und gewannen diese Hälfte, aber letztendlich konnten wir das ganze Spiel nicht für uns entscheiden."

Mbappé nimmt Messi vorübergehend Rekord ab

Dennoch hat er vorübergehend Grund zur Freude: Mit dem Doppelpack im letzten WM-Spiel hält er insgesamt bei 22 WM-Toren. Damit nimmt er Lionel Messi den Rekord der meisten Tore zumindest bis Sonntagabend ab.

Er ist jedoch überzeugt, dass er diesen wieder abgeben muss. "Leo trifft immer. Er wird morgen auf jeden Fall treffen", erklärt Mbappé.

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