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NEWS
Arsene Wenger über WM-Reformen: "Änderungen haben sich bewährt"
Die technische Studiengruppe der FIFA ist mit der Aufstockung auf von 32 auf 48 Mannschaften zufrieden.
Nach Ansicht der technischen Studiengruppe der FIFA war die Aufstockung des WM-Teilnehmerfelds von 32 auf 48 Mannschaften ein Erfolg.
Befürchtungen, dass das Großturnier für einige kleinere Teams zu einem Desaster werden könnte, hätten sich nicht bestätigt, meinte der frühere Startrainer Arsène Wenger am Samstag bei einer Pressekonferenz im Final-Stadion von East Rutherford. Die Qualität dieser Fußball-WM sei "sehr hoch" gewesen.
"Kleine" Teams sind nicht untergegangen
Die Unterschiede zwischen den vermeintlich großen und kleinen Teams werde geringer, erklärte Wenger. Als Beispiel nannte der ehemalige Langzeit-Trainer von Arsenal Außenseiter Kap Verde, der beim WM-Debüt das Sechzehntelfinale erreichte und dort erst nach Verlängerung gegen Argentinien verlor.
Die erfassten Daten würden zeigen, dass sich einige Regeländerungen bewährt hätten, erklärte Wenger.
Mehr Weitschusstore und tiefe Abwehrreihen
Viele Abstöße vom Tor seien schneller ausgeführt worden, die Anzahl medizinischer Interventionen sei zurückgegangen. Die Schiedsrichter waren vor dem Turnier angehalten worden, entsprechende Verzögerungen zu unterbinden oder im Zweifelsfall zu ahnden.
Die Anzahl der Weitschuss-Tore habe sich im Vergleich zur WM in Katar vor vier Jahren verdoppelt, rechnete die Gruppe vor. "Wir haben gesehen, dass viele Teams tief verteidigt haben und schwer zu durchbrechen waren", erklärte der dem Gremium angehörige Jürgen Klinsmann dazu.
Er könne sich vorstellen, dass viele Mannschaften in Zukunft "diesen tiefen Block kopieren" würden - auch auf Vereinsebene.
Im Durchschnitt würden die Teams ohne Ballbesitz auch länger in einer tiefen Verteidigung verharren als noch bei der WM 2022, hieß es weiter. Schnelles Umschaltspiel sei gefragt. Auch Spanien und Argentinien, die am Sonntag (21.00 Uhr) im Finale stehen, würden das so praktizieren.
Trinkpausen sollen ausführlich analysiert werden
Mögliche Auswirkungen der vieldiskutierten Trinkpausen werde man nach dem Turnier noch einmal ausführlich analysieren, kündigte Wenger an. Der Franzose räumte ein, dass sie nicht überall auf Zustimmung gestoßen seien. Seinem Eindruck nach hätten sie die Ergebnisse aber nicht sonderlich beeinflusst.