Der Glanz vergangener Tage
Noch nicht mit dabei war mit Neymar der Superstar vergangener Tage. Der mittlerweile 34-Jährige fehlte noch angeschlagen und sah die Partie von der Seitenlinie.
Auch auf den Rängen fanden sich mit Ronaldo, Kaka und Roberto Carlos viele Legenden aus dem letzten Weltmeister-Team von 2002.
Will Brasilien aber bei dieser Endrunde um den Titel mitspielen, braucht es ohne Zweifel noch eine Leistungssteigerung. Gegen stark verteidigende Marokkaner fanden die Südamerikaner vor den Toren New Yorks selten den Glanz alter Tage.
Vinicius Junior sorgte zumindest mit seiner schönen Einzelaktion für den wichtigen Ausgleichstreffer (32.).
Marokko als Geheimfavorit?
Auf der anderen Seite stand eine Mannschaft aus Nordafrika, die bereits bei der letzten WM in Katar mit dem überraschenden Halbfinale gezeigt hat, wozu sie fähig ist. Nicht wenige sehen die Mannschaft von Mohamed Ouahbi auch deshalb als Geheimfavorit auf den Titel.
Die Marokkaner spielten vor allem zu Beginn der Partie sehr mutig und zielstrebig nach vorne und wurden schließlich auch mit dem herrlichen Führungstreffer durch Ismael Saibari belohnt (21.).
Am Ende musste man sich mit dem leistungsgerechten Remis zufriedengeben. PSG-Star und Kapitän Achraf Hakimi resümierte die Partie wie folgt: "Es war keine einfache Partie, sie waren ein sehr guter Gegner. Wir haben Unentschieden gespielt, aber es war eine gute Performance von uns. Jetzt wollen wir uns steigern."
Der Auftritt macht in jedem Fall Hoffnung: "Wir werden aus den Fehlern lernen, aber wir müssen immer weitermachen und das in den nächsten Spielen besser machen."
Dann kann vielleicht das Märchen von 2022 wiederholt werden. Oder sogar getoppt?