Darum wird Spanien Weltmeister
Von Vincent Öfner
Die Spanier haben bei diesem Turnier bisher gezeigt, dass sie die beste Mannschaft sind.
Dabei lieferten sie zwar nicht das selbe Spektakel ab wie Frankreich oder zeigten die selben Comeback-Qualitäten wie Argentinien, aber das war beides auch nicht notwendig.
Denn die "Furia Roja" dominierte jedes einzelne Spiel über 90 Minuten und ließ dabei ihren Gegnern kaum Platz zum Atmen.
Das Halbfinale gegen Frankreich war das beste Beispiel dafür, die vermeintlich beste Offensive dieses Turniers hatte der spanischen Dominanz nichts entgegensetzen.
Ein ganz entscheidender Faktor wird auch im Finale Rodri sein, der bei diesem Turnier wieder seine Leistung von 2024 abrufen kann. Der Kapitän der Spanier ist der entscheidende Taktgeber im Mittelfeld. Wenn er weiter so fehlerfrei spielt, wird es auch für Argentinien nahezu unmöglich, sich aus der Dominanz der Iberer zu befreien.
Argentinien hat mit Lionel Messi zwar immer noch den vielleicht besten Spieler der Welt in seinen Reihen, aber Spanien hat seinen designierten Nachfolger.
Lamine Yamal spielt von den Scorerzahlen her nicht das Turnier, das man sich vielleicht im Vorfeld erwartet hat, aber dennoch beweist er in jedem Spiel, wie wichtig er ist. Der 19-Jährige hat in seiner bisherigen Karriere bewiesen, dass er vor allem in großen Spielen aufzeigt.
Wenn der Youngster das schafft und auch die restlichen Mannschaftsteile wie gewohnt agieren, dann wird Spanien am Ende den goldenen Pokal in die Höhe strecken.
Darum wird Argentinien Weltmeister
Von Florian Gabriel
Das vermutlich größte Argument für Argentinien ist die Mentalität. Zwei K.-o.-Spiele erst nach Verlängerung gewonnen, zwei Rückstände in der Nachspielzeit noch gedreht.
Die "Albiceleste" hat bei diesem Turnier spielerisch selten richtig geglänzt, dafür aber immer eine Antwort gefunden.
Genau das war bislang der entscheidende Unterschied. Es gibt wohl keine Mannschaft auf dieser Welt, gegen die es unangenehmer ist zu spielen.
Von der ersten Minute an stehst du unter Dauerdruck, in jedem Zweikampf herrscht voller Einsatz und dann gibt es noch einen gewissen Messi-Faktor.
Acht Tore und vier Vorlagen in sieben WM-Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Mit 39 Jahren ist Lionel Messi noch immer einer der besten Fußballer der Welt – und bislang der prägendste Spieler dieser WM.
Im zweiten Finale in Folge könnte der Superstar erneut zum Zünglein an der Waage werden und die Argentinier zum zweiten Titel in Folge und dem insgesamt vierten WM-Titel führen.
Am Ende des Tages werden in so einem Finale Kleinigkeiten entscheiden, vielleicht geht es sogar in die Verlängerung. Ich sehe Argentinien aber den entscheidenden Tick unangenehmer und gefährlicher.
Es wirkt bei diesem Turnier, als könnte diese Mannschaft nichts aus der Ruhe bringen – weder ein Rückstand noch ein Rückschlag.