Dass Absicht dahinter steckt, bestreitet der Bezirksligist erst gar nicht. Der "Tiroler Tageszeitung" zufolge habe man die Entscheidung vorab getroffen, da man bei einem Weiterkommen gegen Viertligist Kundl "über keine spielfähige Mannschaft" verfüge. Grund seien zahlreiche Urlaube.
"Um einer möglichen Spielabsage mit den dadurch entstehenden Konsequenzen, wie etwa hohen Strafen, vorzubeugen, wurde intern beschlossen, auf einen Einzug in die nächste Runde zu verzichten", wird der Klub zitiert.
In der Stellungnahme des Vereins soll es weiter heißen: "Wir sind uns bewusst, dass diese Vorgehensweise, insbesondere die Geschehnisse in den Schlussminuten des Spiels, bei Beteiligten und Zuschauern Irritation und Unverständnis ausgelöst hat. Das Zustandekommen der Eigentore ist als Affektsituation zu verstehen. Es war jedoch keinesfalls die Absicht des SV Achenkirch, den Wettbewerb oder andere Mannschaften bewusst zu benachteiligen oder die Integrität des Vereins infrage zu stellen."
Es ist also durchaus möglich, dass der Klub die Aktion bereits bereut. Absichtlich verlieren wäre wohl auch einfacher gegangen.