Prilasnig: "Kein Taktieren gegen Algerien, Vollgas gegen Spanien"
Die Sturm-Legende ist voll des Lobes über die WM und das ÖFB-Team. Außerdem erzählt er am Stammtisch bei Andy Ogris, was er im Grazer Gemeinderat bewegen will.
von Peter Rietzler
Gilbert Prilasnig ist der etwas andere Ex-Teamspieler. Der 53-jährige Kärntner, der mit Sturm zwei Mal die Meisterschaft gewann und drei Mal den ÖFB-Cup nach Graz holte, stellt sich am Sonntag zur Wahl als Gemeinderat für Bildung, Sport und Integration.
Seit 2004 engagiert sich der ehemalige Mittelfeld- und Abwehrspieler als Teamchef der österreichischen Obdachlosen-Nationalmannschaft für diverse Sozialfälle. Als Initiator des "Homeless World Cup" ist Prilasnig zusammen mit Harald Schmied (Leiter der Kommunikation der Diözese Graz-Seckau) mit dem Grazer Menschenrechtspreis ausgezeichnet worden.
Nach Trainerstationen beim ÖFB-Nachwuchs, in der Sturm-Graz-Akademie, beim Frauen-Nationalteam sowie in der Trainer-Ausbildung im heimischen Futsal ist der Sprachwissenschaftler offen für neue Aufgaben.
Am Stammtisch bei Andy Ogris - moderiert von LAOLA1-Chefredakteur Peter Rietzler - spricht "Gili" Prilasnig über seine Erfahrungen als Legionär in Griechenland, seine schwere Knieverletzung unmittelbar vor der WM 1998 in Frankreich und seine Pläne als möglicher Stadtpolitiker für Sport, Bildung und Integration.
Wie Andy Ogris Österreichs Ausgangslage bei der WM nach der Niederlage gegen Argentinien einschätzt und wie Gilbert Prilasnig die Situation vor dem Duell des ÖFB mit Algerien bewertet bzw. den Kampf um den WM-Titel sieht, verraten die beiden in der 188. Episode am LAOLA1-Stammtisch (Video und Podcast).