19. Karl Koller - 62 Punkte
Die große Zeit der Vienna ist untrennbar mit seinem Namen verbunden, Koller spielte nie für einen anderen Verein.
Der unermüdliche Kämpfer spielte nicht nur bei zwei Weltmeisterschaften (1954 und 1958), sondern von 1952 bis 1965 praktisch durchgehend im Nationalteam, weshalb er es auf - für diese Zeit unglaubliche - 86 Länderspiele brachte.
19. Walter Zeman - 62 Punkte
Der "Panther von Glasgow", der "Tiger von Budapest" - an guten Tagen war Walter Zeman in den 1950er-Jahren einer der besten Tormänner der Welt.
Der langjährige Rapid-Goalie bestritt 41 Länderspiele. Sein exzellenter Ruf wird getrübt von einem rabenschwarzen Tag im WM-Halbfinale gegen Deutschland 1954, das Österreich 1:6 verlor.
18. Franz Hasil - 68 Punkte
Der begnadete Techniker holte unter Ernst Happel mit Feyenoord 1970 nicht nur den Europapokal der Landesmeister, sondern auch den Weltpokal. Einst wurde er in den Niederlanden zum besten Legionär aller Zeiten gewählt.
Eine eher unspektakuläre Nationalteam-Karriere mit nur 21 Partien wird seinem Können nicht gerecht.
17. Konrad Laimer - 78 Punkte
Ein Dutzend Titel mit Red Bull Salzburg, RB Leipzig und dem FC Bayern. Mit nur 19 Jahren in Österreich zum Bundesliga-Spieler der Saison gewählt.
Und der Weg der universell einsetzbaren Pferdelunge ist noch lange nicht vorbei...
16. Josef Bican - 79 Punkte
Die meisten Zeitzeugen waren sich sicher - wenn einer Matthias Sindelar das Wasser reichen konnte, dann Pepi Bican. Gemeinsam stürmten sie bei der WM 1934.
Ihm werden über seine gesamte Karriere hinweg mehr als 5.000 Tore zugeschrieben. Nach seiner Zeit in Wien kickte Bican in Prag und spielte später für das tschechoslowakische Nationalteam.
15. Toni Schall - 91 Punkte
28 Länderspiele, 27 Tore - viel mehr als diese Zahlen braucht es eigentlich nicht, um zu verdeutlichen, welch Torjägerqualitäten der Stürmer hatte.
Das Mitglied des Wunderteams musste seine Karriere wegen einer Knieverletzung viel zu früh beenden.
14. Franz Binder - 96 Punkte
Sechs Mal wurde "Bimbo" Binder im Rapid-Trikot Torschützenkönig, fünf Mal davon en suite. Mit dem Gardemaß von 1,90 Metern und seinem wuchtigen Schuss war der Goalgetter einfach nicht zu stoppen.
Der 2. Weltkrieg verhinderte, dass er als einer der besten österreichischen Stürmer aller Zeiten bemerkenswerte Fußstapfen im Nationalteam hinterließ.
12. Marcel Sabitzer - 104 Punkte
Über die Admira und Rapid landete der Mittelfeldspieler im Red-Bull-Kosmos, um danach bei drei der renommiertesten Vereine des Kontinents zu unterschreiben - Bayern München, Manchester United, Borussia Dortmund.
Er wird der erst fünfte Österreicher sein, der die Marke von 100 Länderspielen knackt.
12. Friedl Koncilia - 104 Punkte
Mit Innsbruck und der Austria holte der Kärntner vier Meistertitel und sechs Cup-Siege.
1978 und 1982 stand er bei zwei Weltmeisterschaften im ÖFB-Tor. Mit 84 Länderspielen ist er Rekord-Goalie Österreichs.
11. Gerhard Hanappi - 184 Punkte
Universell einsetzbar, immer zu Stelle, stets verlässlich. Der spätere Architekt war mit seinen 93 Länderspielen jahrelang Rekord-Teamspieler, wurde erst von Toni Polster überholt.
Von 1948 bis 1956 spielte der "Gschropp" unglaubliche 55 Länderspiele in Serie, davon 53 von der ersten bis zur letzten Minute.
10. Ernst Happel - 219 Punkte
Der "Wödmasta" war als Trainer einer der größten aller Zeiten - weltweit -, doch auch als Spieler war Happel Sonderklasse.
Der Verteidiger, der keine Gelegenheit für (riskante) Gustostückerl ausließ, holte mit Rapid sechs Meistertitel und spielte bei den Weltmeisterschaften 1954 und 1958.
9. Bruno Pezzey - 274 Punkte
Wer als Österreicher sechs Mal in der Weltauswahl aufgelaufen ist, muss einer der besten Verteidiger seiner Zeit gewesen sein.
Mit Eintracht Frankfurt wurde er Europacupsieger, auch in Bremen und Innsbruck genießt der mit nur 39 Jahren bei einem Jux-Eishockeyspiel an Herzversagen verstorbene Vorarlberger Kult-Status.
8. Ernst Ocwirk - 275 Punkte
Als er bei Sampdoria kickte, nannten sie ihn "Il dio", der Gott. France Football bezeichnete ihn 1952 als besten Fußballer der Welt.
Die punktgenauen Wechselpässe des WM-Kapitäns von 1954 sorgten auch dafür, dass er zwei Mal die Weltauswahl als Kapitän aufs Feld führen durfte.
7. Andreas Herzog - 277 Punkte
Der erste Österreicher mit 100 Länderspielen prägte im zentralen Mittelfeld des Nationalteams die Ära nach Herbert Prohaska.
Er führte Werder Bremen zum Meistertitel, lief zu Zeiten des "FC Hollywood" für den FC Bayern auf und war 1998 bei seiner zweiten WM-Teilnahme nach 1990 "die Zehe der Nation".
6. Marko Arnautovic - 302 Punkte
Österreichs Rekord-Internationaler, Österreichs Rekord-Torschütze.
Der Wiener hat den Wandel vom "Enfant terrible" zu "everybody's darling" vollzogen und ist seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr aus der Nationalmannschaft wegzudenken.
5. Toni Polster - 320 Punkte
18 Erstliga-Saisonen hat der Stürmer in seiner Karriere bestritten, in 15 davon traf er zweistellig. Ein klassischer Neuner mit einem unglaublichen Torriecher - ob in Österreich, Spanien, Italien oder Deutschland.
Er führte als einziger Spieler Österreich bei zwei Weltmeisterschaften (1990 und 1998) als Kapitän an, erzielte 44 Tore in 93 Länderspielen.
4. Hans Krankl - 399 Punkte
Mehrmals Torschützenkönig mit Rapid, Rekord-Torschütze der österreichischen Bundesliga und Schützenkönig in Spanien im Trikot des FC Barcelona.
Von seinen 34 Toren für Österreich bejubelte er fünf bei Weltmeisterschaften. Sein Doppelpack gegen Deutschland in Cordoba 1978 machte ihn zur Legende.
3. Herbert Prohaska - 405 Punkte
Der "Schneckerl" holte mit seiner Austria Titel um Titel, auch bei Inter (Cupsieger 1982) und der Roma (Meister 1983) ist er unvergessen.
Der zweifache WM-Teilnehmer wurde zu Österreichs Fußballer des Jahrhunderts gewählt. Ein Mittelfeld-Stratege, wie es sie nur selten gab.
2. Matthias Sindelar - 422 Punkte
Wer an das österreichische Wunderteam der 1930er-Jahre denkt, hat Matthias Sindelar vor Augen. Der "Papierene" war zu seiner Zeit wahrscheinlich der beste Fußballer der Welt und in Wien ein Superstar.
Sein früher Tod 1939 infolge einer Kohlenmonoxyd-Vergiftung trug zur Mythenbildung bei.
1. David Alaba - 445 Punkte
Der erfolgreichste österreichische Fußballer aller Zeiten. Mit den Bayern und Real holte er nicht nur 24 (!) nationale Titel, sondern auch vier Mal die Champions League. Von individuellen Auszeichnungen ganz zu schweigen.
Der Wiener entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem der besten Innenverteidiger der Welt und ist seit 2009 das Gesicht des österreichischen Fußballs.