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Wiegele: Der Riese bleibt am Boden
Für Florian Wiegele ging es im ÖFB-Team ganz schnell. Ein Debüt mit einem kleinen Wermutstropfen.
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Und dann ging alles ganz schnell.
Vor nicht einmal zwei Wochen überraschte Ralf Rangnick mit der Einberufung von Florian Wiegele. Beim 5:1-Sieg gegen Ghana stand der Steirer dann in der zweiten Hälfte auch schon im ÖFB-Tor.
"Es war ein sehr, sehr gutes Gefühl. Die Stimmung war grandios. Es hat alles gepasst heute", strahlt der 25-Jährige.
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Der 2,05-Meter-Hüne ist damit der größte Mensch, der jemals für das österreichische Nationalteam aufgelaufen ist.
Gut geschlafen
Am Tag vor dem Match wurden die vier Goalies – Alexander Schlager, Patrick Pentz, Tobias Lawal und eben Wiegele – davon unterrichtet, dass gegen Ghana zunächst Schlager, dann der Debütant im Tor stehen würde.
"Ich habe sehr gut geschlafen. Die Nervosität war Gott sei Dank kein Thema", winkt der Tschechien-Legionär ab. Nichtsdestoweniger: "Alleine schon, bei all diesen großen Spielern dabei zu sein in den letzten Tagen… Und dann auf dem Platz zu stehen, ist nochmal was anderes."
Wiegele war einer der Profiteure der neuen FIFA-Regel, dass bei den Tests vor der WM elf Spielerwechsel erlaubt sind. "Das war nur deshalb möglich", gibt Rangnick zu.
Chancenlos beim Gegentor
Der einzige Wermutstropfen an einem eigentlich perfekten Abend war das Gegentor durch Jordan Ayew in der 77. Spielminute.
"Definitiv habe ich mich geärgert. Ich hätte sehr gerne zu Null gespielt, aber es hat leider nicht sein sollen. Er hat ihn gut getroffen, genau ins Eck. Ich weiß nicht, ob von mir alles richtig war, das muss man sich in der Analyse anschauen", sagt der Schlussmann.
Teamkollege Schlager spricht ihn von jeglicher Schuld frei: "Da war er chancenlos."
Viel Lob von der Konkurrenz
Und überhaupt hat der Konkurrent jede Menge Lob parat: "Er hat die ganze Woche schon einen super Eindruck gemacht. Ein Goalie, der sehr viel mitbringt. Er strahlt eine unglaubliche Ruhe aus, als ob er schon sehr oft bei uns dabei gewesen wäre. Es freut mich für ihn, ein Länderspiel-Debüt ist etwas ganz Besonderes."
Und so lebt für Wiegele auch der WM-Traum.
Wenngleich er selbst relativiert: "Es war eine Halbzeit, da muss man am Boden bleiben. Aber ich würde auf jeden Fall gerne mit. Dazu muss man sich beweisen, in jedem Training, in jedem Spiel, beim Verein und beim Team."