"Laimer ist in der Rolle, den Auslöser zu finden und den ersten Sprint zu setzen, wahrscheinlich unter den Besten der Welt."
Diese Qualität hat Christoph Baumgartner. Diese Qualität hat aber auch Laimer, vermutlich sogar noch ausgeprägter.
"Er ist in der Rolle, den Auslöser zu finden und den ersten Sprint zu setzen, wahrscheinlich unter den Besten der Welt", sagt Oesen über den Salzburger.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache
Die Statistiken aus dem Jordanien-Spiel belegen Laimers Rolle. Kein anderer Spieler lief so oft den Gegner an, bevor dieser in Ballbesitz gekommen ist, kein anderer ging anschließend so oft in direktes Pressing über, wenn der Gegner den Ball bekam.
Kein anderer Österreicher konnte so viele zweite Bälle erobern. Kein anderer Österreicher fing so viele Pässe ab.
Die personifizierte Pferdelunge
Dass all diese Dinge mit viel Laufarbeit verbunden sind, ist klar.
Aber Laimer ist die personifizierte Pferdelunge, das ist nichts Neues. Nach der Jordanien-Partie sagte er: "Es war ein sehr intensives Spiel, gefühlt bin ich 74 Mal gesprintet."
Tatsächlich hat er mit 67 Sprints hinter Marcel Sabitzer (69) die zweitmeisten aller ÖFB-Kicker angezogen. 1,23 Kilometer hat er mit einer Geschwindigkeit von über 20 km/h zurückgelegt.
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Luft nach oben mit dem Ball?
Und doch hatte man im Spiel mit dem Ball das Gefühl, dass noch Luft nach oben wäre.
"Er kam nicht so gut ins Spiel. Er hat nicht den Effekt erzielt, den wir uns vorgestellt haben", sagte Rangnick unmittelbar nach dem Spiel.
"Ich bleibe dabei: Laimers beste Position ist im zentralen Mittelfeld."
Oesen erklärt, warum: "Dass wir im Zehnerraum nicht so viele Aktionen hatten, lag nicht daran, dass er sie nicht verarbeiten konnte, sondern daran, weil wir den Raum in der ersten Halbzeit noch nicht perfekt bespielt haben."
"Wenn du dort reinspielst, birgt dieser Pass ein gewisses Risiko, weil sie drei Innenverteidiger hatten, die alle extrem nach vorne gestochen sind – da droht immer eine Kontersituation. Deswegen hatte er nicht so viele Aktionen, wie wir es gerne von einem Zehner hätten", sagt der Co-Trainer.
Oft anspielbar, aber...
Die Daten bestätigen das. 77 Mal hat sich Laimer gegen Jordanien für ein Zuspiel angeboten, nur Nicolas Seiwald (71) kommt annähernd an diesen Wert heran.
Tatsächlich wurde Laimer aber nur 20 Mal davon auch wirklich angespielt, seltener als einige seiner Teamkollegen.
Ein Zentrum mit Pressing-DNA
Gegen Argentinien sind aber sowieso mehr die defensiven Qualitäten Laimers gefragt. Ein zentrales Mittelfeld, bestehend aus Laimer auf der Zehn und Xaver Schlager sowie Nicolas Seiwald dahinter, hat Pressing fest in seiner DNA verankert und kann den "Gauchos" wohl am meisten wehtun.
"Ich bleibe dabei: Laimers beste Position ist im zentralen Mittelfeld", stellte Rangnick nach dem Jordanien-Spiel nochmal klar.
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