Gedanklich habe er sich auf den Verlust des prestigereichen Titels aber bereits eingerichtet. "Da ist keine Wehmut dabei. Ich bin sehr, sehr froh, dass ich diesen Rekord über so viele Jahre innehatte", sagte Polster, der sich seit 1996 und also fast drei Jahrzehnte lang mit dem Attribut Rekordtorschütze schmücken darf.
Damals überholte er "Goleador" Hans Krankl, der 34 Mal traf. Sollte Arnautovic seine Marke zu Fall bringen, will Polster "ihm gratulieren, und gut ist es", wie er trocken meinte.
Hoffnungen auf Pröll
Weiterhin plant er, um die offizielle Anerkennung dreier seiner ÖFB-Einsätze in den 1980er-Jahren inklusive dreier Tore zu kämpfen - die der ÖFB als inoffiziell führt. Polster klagte auf nachträgliche Anerkennung, das Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen wies das 2024 aber ab. Konkret geht es um die Partien Liechtenstein - Österreich (0:6 am 7. Juni 1984 in Vaduz, ein Polster-Tor), Tunesien - Österreich (1:3 am 7. Februar 1987 in Tunis, zwei Polster-Tore) und Marokko - Österreich (3:1 am 2. Februar 1988, kein Polster-Tor).
Polster wolle das Gespräch mit dem neuen ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzenden Josef Pröll suchen. "Ich hoffe doch, dass er sich der Sache annimmt und erkennt, dass es ein Irrtum des ÖFB ist und dass dieser Irrtum korrigiert wird", sagte Polster, der aktuell den Regionalligisten Wiener Viktoria betreut.
"Es betrifft ja auch ÖFB-Angestellte wie Manfred Zsak oder Peter Schöttel. Ich habe das Gefühl, dass das im ÖFB eigentlich alle wollen, außer der Anwalt, der vorgeschickt wird."