Kraetschmer: "Ost-Tribüne keine autonome Zone"

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Markus Kraetschmer wirft bei "90 Minuten" noch einmal einen Blick zurück auf das erste ÖFB-Länderspiel in der Generali-Arena.

"Mit der Organisation sind wir sehr zufrieden, wir haben auch höchstes Lob von ÖFB und der UEFA bekommen – es wurde gut gearbeitet. Auf der anderen Seite ist es natürlich schade, dass wir nicht mehr Zuschauer begrüßen durften. Es wäre allerdings zu kurz gedacht, das nur auf das Desinteresse der Austria-Fans zurückzuführen", erklärt der Vorstand der Wiener Austria.

"Ost-Tribüne keine autonome Zone"

Für Kraetschmer hängt das Zuschauer-Interesse mit dem Gegner zusammen: "Es ist ein generelles Thema aktuell, dass Freundschaftsspiele immer schwieriger zu vermarkten sind. Wenn man nicht gerade gegen Deutschland oder Brasilien spielt, wird es schwer. Wenn ich mich zurückerinnere, hat Franco Foda bei seinem Debüt gegen Uruguay auch nicht viel mehr Fans angezogen, gegen die Slowakei in Wien waren gut geschätzte 10.000 im Happel Stadion."

Dass einige Austria-Fans gegen die Austragung protestiert haben und die Ost-Tribüne beim Match selbst fast leer war, beurteilt der langjährie Funktionär wie folgt:

"Es hat im Vorfeld einige gute Gespräche mit dem Klub, gemeinsam mit Vertretern des ÖFB und den Fans gegeben. Wir haben auf die Wünsche der Fans Rücksicht genommen und auch klar gesagt, dass wir die Bereiche wie Graffitis schützen mit einer Plane, was auch so durchgezogen wurde. Es wurde aber auch kommuniziert, dass die Ost-Tribüne keine autonome Zone ist und auch für andere Matches zur Verfügung steht. Bis auf drei Fanklubs wurde allerdings das Angebot nicht wahrgenommen, wir haben dann sogar Karten zugekauft, um sie für einen besseren Preis weiterzugeben. Wir werden das Thema jedenfalls bei der nächsten Fanklubsitzung erneut ansprechen."

Ost-Tribüne keine Fan-Tribüne im Cupfinale

Die Angst der violetten Anhänger, dass bei einem möglichen Cupfinale Rapid gegen Sturm die Ost-Tribüne in der Generali-Arena einige "Andenken" bekommt, kann Krateschmer entschärfen:

"Die Osttribüne steht beim Cup-Finale nicht als Fantribüne für andere Klubs zur Verfügung, das haben wir unseren Fans zugesichert. Bezüglich Sturm Graz haben wir es übrigens demnächst selbst in der Hand, das Szenario nicht wahr werden zu lassen. Ich verstehe übrigens nicht ganz, warum das bei uns nicht funktionieren soll, was in anderen Ländern auch funktioniert. In der Schweiz war das Cup-Finale im Stadion der Young Boys, in Deutschland ist es im Stadion der Hertha, obwohl dies natürlich ein Spezialfall ist. Wir sollten die Dinge nicht übertreiben, die wo anders normal sind. Das Signal sollte sein, offen zu sein."

Das ganze Interview gibt es HIER bei den Kollegen von "90 Minuten"

Textquelle: © LAOLA1.at

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