Ein moderner Torhüter?
"Man präsentiert sich nicht immer nur über gehaltene Bälle. Es gibt so viele andere Dinge im jetzigen Torwartspiel. Ich musste mehrere Situationen mit dem Fuß lösen, mitspielen und so weiter. Das ist im heutigen Fußball etwas, das man anders einschätzen muss. Früher war das vielleicht nicht so der Fall, aber jetzt sind die Aktionen mit den Händen weniger, dafür muss man mitspielen und Flanken attackieren. Diesmal hatte ich eben nur solche Dinge zu tun und ich glaube, die habe ich gut gelöst. Das ist für mich persönlich auch wichtig", sagt Siebenhandl.
Auf die Frage, ob er sich selbst als modernen Torhüter bezeichnen würde, meint er: "Das kommt darauf an, welche Kriterien für einen modernen Torhüter gelten. Mir liegt das Mitspielen, ich interpretiere es so, dass ich der Mannschaft in jeder Situation helfen will. Es ist nicht so, dass ich nur Bälle abwehren will, sondern auch als Anspielstation dienen will. Ich glaube, das liegt mir ganz gut. Wenn man darin einen modernen Torhüter sehen will, dann gehe ich sehr in die Richtung."
Sein Trainer Heiko Vogel wirft ein: "Definitiv. Er ist ein sehr moderner Torwart und ein sehr guter."
Ruhe hilft der Mannschaft: "Bin in jeder Situation da"
Von seinem Einsatz hat Siebenhandl erst bei der Besprechung vor dem Spiel erfahren, allerdings habe er schon zuvor damit gerechnet: "Man reimt sich selbst etwas zusammen, wenn es zwei Testspiele gibt und man im ersten Spiel nicht gespielt hat. Da kann man schon damit rechnen, dementsprechend bereitet man sich darauf vor."
Bei Sturm strahlt Siebenhandl Ruhe aus. Das versucht er seinen Vorderleuten auch ständig zu vermitteln. "Natürlich ist man vor einem Spiel angespannt. Wenn man zu locker in ein Spiel geht, ist das die falsche Richtung. Ich versuche, Ruhe hineinzubringen, weil ich weiß, dass ich mit meiner Ruhe von hinten der Mannschaft helfen kann. Ich denke, sie spürt das auch, dass ich in jeder Situation da bin. Das ist mir wichtig und ich versuche, es in Zukunft weiter so zu machen."