Endstand
3:1
2:0 , 1:1
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Rangnick: "...dann macht es keinen Spaß, gegen uns zu spielen"

Schon früh machte der ÖFB-Teamchef klar, künftig nur mehr komplett fitte Spieler auflaufen zu lassen. Am Sonntag gegen den Kosovo machte sich das voll bezahlt.

Rangnick: "...dann macht es keinen Spaß, gegen uns zu spielen" Foto: © IMAGO / Beautiful Sports International

Ralf Rangnick hat eine ganz große Lehre aus der WM 2026 gezogen:

"Wir werden zukünftig nur mehr Spieler einladen und erst recht einsetzen, die 100-prozentig fit sind, weil das die Voraussetzung für unsere Spielweise ist."

Ein "bisschen Pressing" oder ein "bisschen Umschalten", mache keinen Sinn: "Dann ist es keine zusätzliche Waffe."

"Wenn es so aussieht wie heute, ist es was völlig anderes. Dann macht es keinen Spaß, gegen uns zu spielen", so der ÖFB-Teamchef nach dem verdienten 3:1-Sieg über den Kosovo an Spieltag zwei der Nations League (Spielbericht>>>).

"Genau so haben wir uns das vorgestellt"

Beim Spiel gegen die Mannschaft seines Vorgängers, Franco Foda, habe er sich bewusst für eine Startelf aus Spielern entschieden, "die absolut matchfit sind und im Training gezeigt haben, dass sie gut drauf sind. Im Rückblick hat sich bestätigt, dass wir nicht so ganz falsch gelegen sind."

Um einen taktisch gut eingestellten Gegner wie die Kosovaren zu schlagen, "war klar, dass wir - was die Intensität angeht - auf höchstem Niveau performen müssen".

Rangnick findet: "Das war über das gesamte Spiel der Fall. Deswegen haben wir es dominiert und kontrolliert. Genau so haben wir uns das vorgestellt."

Notwendige Rotation

Insgesamt sechs Veränderungen - wenn auch einige davon erzwungenermaßen - hat es im Vergleich zur Aufstellung gegen Israel in Linz am Donnerstag gegeben.

Rangnick war wichtig, die Rotationsmaschine anzuschmeißen, weil er diesbezüglich negative Erfahrungen aus seinem Premieren-Lehrgang vor vier Jahren machte. Damals musste Österreich in der Nations League ebenfalls vier Spiele binnen zehn Tagen bestreiten.

"Und im letzten Spiel gegen Dänemark (0:2, Anm.) hatten wir gar keine Power mehr, gar keinen Sprit mehr im Tank. Deshalb wollten wir im größeren Stile rotieren, ohne dabei Qualität zu verlieren - heute war sogar das Gegenteil der Fall, wir haben heute nochmal einen draufgesetzt auf das Israel-Spiel", so Rangnick.

"Hat fast 90 Minuten gescheppert"

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Nicht nur in den Zweikämpfen hat es das ÖFB-Team ordentlich scheppern lassen
Foto: ©IMAGO / Beautiful Sports International

Auch wenn das Ergebnis schlussendlich ident zu jenem wie vor drei Tagen gegen Israel war, wirkte der Auftritt diesmal erfrischender und aufgrund des Spielverlaufs freilich auch souveräner.

Immer wieder verwies Rangnick in den letzten Tagen mit seinem neuen österreichischen Lieblingswort darauf, dass es bei ÖFB-Spielen endlich wieder "scheppern" soll. Nach Ansicht des 68-Jährigen hat es das am Sonntag im Happel-Oval jedenfalls getan.

"Heute hat es fast 90 Minuten gescheppert. Es gilt, auf diesem Energielevel weiterzutrainieren und -spielen. Dann ist es nicht angenehm, gegen uns zu spielen", weiß der Deutsche um die Stärken seines High-Pressing-Fußballs.

Matchplan ging voll auf

"Ich habe schon vor 35, 40 Jahren zu meinen Mannschaften gesagt: 'Wer gut kontert, gewinnt.'"

Ralf Rangnick

Noch viel wichtiger ist aber freilich, was mit eroberten Bällen in der Folge passiert. Am Sonntag war das sehr viel Gutes.

Rangnick dazu: "Was heute viel besser war als am Donnerstag, waren die Umschaltsituationen. Ich habe schon vor 35, 40 Jahren zu meinen Mannschaften gesagt: 'Wer gut kontert, gewinnt.' Heute waren wir wieder richtig kontergefährlich."

Der Matchplan ging also voll auf, seine Mannschaft habe genau das umgesetzt, "was wir haben wollten: richtig aggressives Spiel gegen den Ball und die entsprechenden Umschaltmomente dazu, die zu klaren Torchancen führten."

Kleinere personelle Fragezeichen vor Dublin-Gastspiel

Nun geht Österreich als Tabellenführer der Gruppe 3 von Liga B der Nations League in das Auswärtsdoppel in Irland und Kosovo. Bereits am kommenden Donnerstag (20:45 Uhr im LIVE-Ticker>>>) steht die schwierige Aufgabe in Dublin an.

"Dort wird sicher eine heiße Atmosphäre herrschen. Sie werden eine andere Herangehensweise pflegen als die ersten zwei Gegner", prophezeit Rangnick.

Kleine Fragezeichen für dieses Spiel gibt es noch bei Michael Gregoritsch, der diesmal noch nicht fit genug für eine Kadernominierung war, bei Phillipp Mwene, bei dem im Training ein Muskel zumachte, sowie bei Paul Wanner, der gegen den Kosovo einen Stich im Fußgewölbe verspürte.

Philipp Lienhart wurde geschont und stand deshalb nicht im Kader. Er ist am Donnerstag ein heißer Tipp für die Startelf. Auch Sasa Kalajdzic könnte in Dublin beginnen, nachdem er am Sonntag aufgrund seiner Verletzungshistorie noch von sich aus auf einen Startelfeinsatz verzichtete.

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