Auch wenn das Ergebnis schlussendlich ident zu jenem wie vor drei Tagen gegen Israel war, wirkte der Auftritt diesmal erfrischender und aufgrund des Spielverlaufs freilich auch souveräner.
Immer wieder verwies Rangnick in den letzten Tagen mit seinem neuen österreichischen Lieblingswort darauf, dass es bei ÖFB-Spielen endlich wieder "scheppern" soll. Nach Ansicht des 68-Jährigen hat es das am Sonntag im Happel-Oval jedenfalls getan.
"Heute hat es fast 90 Minuten gescheppert. Es gilt, auf diesem Energielevel weiterzutrainieren und -spielen. Dann ist es nicht angenehm, gegen uns zu spielen", weiß der Deutsche um die Stärken seines High-Pressing-Fußballs.
Matchplan ging voll auf
"Ich habe schon vor 35, 40 Jahren zu meinen Mannschaften gesagt: 'Wer gut kontert, gewinnt.'"
Noch viel wichtiger ist aber freilich, was mit eroberten Bällen in der Folge passiert. Am Sonntag war das sehr viel Gutes.
Rangnick dazu: "Was heute viel besser war als am Donnerstag, waren die Umschaltsituationen. Ich habe schon vor 35, 40 Jahren zu meinen Mannschaften gesagt: 'Wer gut kontert, gewinnt.' Heute waren wir wieder richtig kontergefährlich."
Der Matchplan ging also voll auf, seine Mannschaft habe genau das umgesetzt, "was wir haben wollten: richtig aggressives Spiel gegen den Ball und die entsprechenden Umschaltmomente dazu, die zu klaren Torchancen führten."
Kleinere personelle Fragezeichen vor Dublin-Gastspiel
Nun geht Österreich als Tabellenführer der Gruppe 3 von Liga B der Nations League in das Auswärtsdoppel in Irland und Kosovo. Bereits am kommenden Donnerstag (20:45 Uhr im LIVE-Ticker>>>) steht die schwierige Aufgabe in Dublin an.
"Dort wird sicher eine heiße Atmosphäre herrschen. Sie werden eine andere Herangehensweise pflegen als die ersten zwei Gegner", prophezeit Rangnick.
Kleine Fragezeichen für dieses Spiel gibt es noch bei Michael Gregoritsch, der diesmal noch nicht fit genug für eine Kadernominierung war, bei Phillipp Mwene, bei dem im Training ein Muskel zumachte, sowie bei Paul Wanner, der gegen den Kosovo einen Stich im Fußgewölbe verspürte.
Philipp Lienhart wurde geschont und stand deshalb nicht im Kader. Er ist am Donnerstag ein heißer Tipp für die Startelf. Auch Sasa Kalajdzic könnte in Dublin beginnen, nachdem er am Sonntag aufgrund seiner Verletzungshistorie noch von sich aus auf einen Startelfeinsatz verzichtete.