Endstand
3:1
2:0 , 1:1
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Affengrubers Empfehlungsschreiben

Erstes Mal in der Startelf, erstes Tor. Der Fulham-Legionär hat außergewöhnliche Wochen hinter sich und einen Torjubel als Geburtstagsgeschenk.

Affengrubers Empfehlungsschreiben Foto: © GEPA

David Affengruber ist nicht der Typ, der schnell mal überfragt ist. Diesmal war er es aber.

Und das bei einer Frage, bei der so ziemlich jeder andere Kicker keine Sekunde überlegen müsste, wenn er soeben zum ersten Mal in der Nationalteam-Startelf gestanden ist und dabei auch noch ein Tor erzielt hat.

Außergewöhnliche Wochen

Aber Affengrubers vergangene vier Wochen waren auch wirklich außergewöhnlich. Zwölf-Millionen-Euro-Transfer zu Fulham, Spiele gegen Liverpool und Manchester United, und eben das 3:1 mit dem ÖFB-Team gegen den Kosovo.

Also gibt sich der 25-Jährige letztendlich diplomatisch, wenn er danach gefragt wird, was das größte Highlight in letzter Zeit gewesen sei.

"Schwer, das alles einzuordnen. Ein Wechsel in die Premier League ist schon etwas Besonderes, ein Tor im Nationalteam auch – ich würde beides auf Platz eins setzen", grinst er.

"Das Coolste im Fußball"

Ende März feierte der Innenverteidiger beim 5:1 gegen Ghana in der Schlussphase sein ÖFB-Debüt, danach saß er – inklusive WM – sieben Mal auf der Bank, nun schenkte ihm Ralf Rangnick zum ersten Mal von Beginn an das Vertrauen.

"Der Teamchef hat beim Abschlusstraining mit mir gesprochen und mich gut vorbereitet. Ich habe mich richtig darauf gefreut", berichtet der Niederösterreicher, "für das eigene Land zu spielen, ist das Coolste, das es im Fußball gibt."

Lob vom Teamchef

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Ein Freudensprung nach dem ersten Tor
Foto: ©IMAGO / Branislav Racko

Dem Coach ist die jüngste Entwicklung Affengrubers freilich nicht verborgen geblieben. "Er macht einen super Eindruck. Er hat nach dem Wechsel zwei Top-Spiele gegen Gegner wie Liverpool und Manchester United gemacht – das musst du auch erst mal machen", sagt Rangnick.

Nachsatz: "Er hat heute die Leistung bestätigt, nicht nur des Tores wegen."

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Schmids Werk und Ritschers Beitrag

Das Tor resultierte aus einer Standardsituation. Sehr zur Freude von Neo-Co-Trainer Maximilian Ritscher, der beim ÖFB-Team nunmehr dafür zuständig ist und in den vergangenen Tagen mit dem Team so einige Varianten einstudiert hat.

Sehr oft ausführendes Organ ist Romano Schmid. "Er hat gestern im Training schon gesagt, dass er die Bälle so gut bringt, irgendwer muss sie mal reinhauen. Heute hat es funktioniert", lacht Affengruber.

Rangnick lobt: "Das war ein super Tor. Ein toller Freistoß von Romano. Den kann man dann nicht viel besser ins lange Eck setzen."

Ein Torjubel als Geburtstagsgeschenk

Beim Torjubel formte der Abwehrspieler mit seinen Fingern ein M und schickte ein Küsschen – es war für seine Liebste, die am Sonntag ihren Geburtstag feierte. Ein Geschenk, das man nicht alle Tage bekommt…

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Liebesgrüße beim Torjubel
Foto: ©IMAGO / STEINSIEK.CH

Nur ein kleiner Wermutstropfen war zu beklagen: Affengruber verschuldete den Elfmeter, der zum kosovarischen Tor führte.

"Wir hätten schon gerne zu Null gespielt", ärgert sich Affengruber. Den Pfiff an sich versteht er nicht so recht: "Ich gehe ein bisschen unkontrolliert in den Zweikampf, aber ich spiele zuerst den Ball, dann den Gegner. Den muss man nicht pfeifen."

Für Rangnick war es "kein Elfmeter".

Die Konkurrenz ist groß

Der England-Legionär hat sich mit einer insgesamt starken Vorstellung jedenfalls für weitere Startelf-Einsätze empfohlen.

Doch die Konkurrenz auf der Innenverteidiger-Position ist groß, wenngleich Kevin Danso für das Spiel in Irland gelbgesperrt ist.

Philipp Lienhart kehrt nach seiner Pause gegen den Kosovo zurück, Marco Friedl kam diesmal in der 79. Minute von der Bank und Felix Bacher war überhaupt noch nicht im Einsatz.

Rangnick hofft auf Bacher-Einsatz

Der Lyon-Profi wäre der nächste Debütant, den Rangnick in dieser Länderspiel-Phase bringt.

Und das hat er anscheinend auch vor. Der Teamchef scherzt: "Ich hoffe, dass Bacher in den nächsten zwei Spielen vom Trainer die Möglichkeit bekommt, weil er es auch richtig gut macht im Training. Er ist ein Junge, wo man gespannt sein kann, was passiert."

"Aufregend, interessant und sehr spannend"

Ob er in Dublin mit einem Einsatz rechne, wird Affengruber gefragt. "Das ist nicht meine Entscheidung. Wenn ich gebraucht werde, bin ich da", sagt er.

Wie es auch kommt, eines ist klar. "Meine letzten Wochen waren aufregend, interessant und sehr spannend", lacht er.

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