CHRISTIAN ZAWIESCHITZKY
90 Minuten
Der Debütant und jüngste ÖFB-Goalie seit 81 Jahren zeigte eine starke Leistung. Am Ball agierte er gewohnt gut, auch auf der Linie war er zur Stelle. Gegen Muriqi parierte er in der 50. Minute stark. Bis auf eine kurze Unsicherheit bei einem Fangversuch in der zweiten Hälfte blieb er souverän und empfahl sich definitiv für weitere Einsätze.
NIKOLAS VERATSCHNIG
bis zur 78. Minute
Auch der zweite Salzburger Debütant zeigte eine solide Leistung und hatte seine Seite weitgehend im Griff.
Bei Kosovos großer Chance zur Führung in der vierten Minute hätte Veratschnig nach dem verlorenen Zweikampf allerdings zum taktischen Foul greifen müssen. In der Offensive schaltete er sich immer wieder ein und war präsenter als sein Gegenüber Wöber, wenngleich auch bei ihm noch Luft nach oben blieb.
DAVID AFFENGRUBER
90 Minuten, Tor, Gelb
Was er in der vergangenen Saison bei Elche regelmäßig und zuletzt auch in der Premier League gezeigt hat, stellte er nun auch im ÖFB-Dress unter Beweis. Nicht nur wegen seines sehenswerten Kopfballtreffers überzeugte er, sondern auch mit einer starken Leistung in der Defensive und im Spielaufbau. Beim Elfmeter agierte er allerdings etwas zu ungestüm. Ohne diesen Fehler wäre auch ein Einser drin gewesen.
KEVIN DANSO
90 Minuten, Gelb
Der Sunderland-Profi zählte einmal mehr zu den stärksten Österreichern. Gemeinsam mit Affengruber hielt er die Defensive weitgehend dicht und ließ kaum etwas anbrennen. Bis auf zwei Chancen fanden die Kosovaren praktisch kein Durchkommen. Auch im Spielaufbau machte es der Sunderland-Kicker wirklich gut.
MAXIMILIAN WÖBER
bis zur 58. Minute
Die fehlende Spielpraxis war ihm phasenweise anzumerken. Im Stellungsspiel agierte er meist sicher, bei der Aktion vor der Muriqi-Topchance in Hälfte zwei machte er allerdings keine gute Figur. Auch seine Passquote von nur 61 Prozent war mehr als ausbaufähig. Nach vorne setzte er kaum Akzente.
XAVER SCHLAGER
90 Minuten
Der Kapitän war der stärkste Mann auf dem Platz. Am Ball extrem sicher (94 Prozent Passquote) und auch in den Zweikämpfen stark, streute zudem immer wieder gefährliche Pässe in die Tiefe ein. Maßgeblich beteiligt am 2:0: Mit einem Tempodribbling trieb er den Ball vom eigenen Sechzehner nach vorne und setzte Wimmer im genau richtigen Moment ein.
NICOLAS SEIWALD
90 Minuten
Nicht so auffällig wie Schlager, komplettierte er dennoch eine extrem starke Doppelsechs. Wie so oft agierte er unaufgeregt und ohne große Auffälligkeiten, dafür umso souveräner in seinen Aktionen. Gab dem österreichischen Spiel die nötige Stabilität.
PATRICK WIMMER
90 Minuten
Bei seinen Aktionen im gegnerischen Sechzehner traf er nicht immer die beste Entscheidung. In der 34. Minute hätte er alleine vor dem Tor durchaus selbst den Abschluss suchen können. Beim zweiten Mal machte er es besser und war entscheidend am 2:0 von Adamu beteiligt. In Hälfte zwei hätte er wieder eine Aktion auf Kalajdzic besser ausspielen können. Ansonsten ackerte er viel, holte einige Freistöße heraus und arbeitete auch defensiv fleißig mit.
ROMANO SCHMID
bis zur 58. Minute
Schmid war gegen den Ball viel unterwegs, tauchte offensiv aber über weite Strecken etwas unter. Beim 1:0 war er mit seiner Freistoß-Vorlage dennoch entscheidend an der Führung beteiligt. In der 39. Minute hätte er zudem einen Elfmeter zugesprochen bekommen müssen, nachdem er im Strafraum zu Fall gebracht wurde.
PAUL WANNER
bis zur 68. Minute
Der junge Spielmacher war nicht so auffällig wie noch am Donnerstag gegen Israel, zeigte aber dennoch eine solide und abgeklärte Leistung. Setzte zwar nur wenige Glanzlichter, leistete sich dafür kaum Fehler.
JUNIOR ADAMU
bis zur 58. Minute
War von Beginn an präsent, kam früh zu zwei Abschlüssen und bot sich immer wieder als Anspielstation an. Machte die Bälle vorne gut fest und belohnte seinen Auftritt schließlich mit einem Treffer. Nutzte seine Chance und betrieb ordentlich Eigenwerbung für weitere Einsätze.
ŠAŠA KALAJDZIĆ
ab der 58. Minute
War mit seiner ersten Aktion und einem sehenswerten Hackenpass gleich am Treffer von Chukwuemeka beteiligt. Machte auch danach die Bälle gut fest, behauptete sich in den Zweikämpfen und zeigte einmal mehr seine Qualitäten als Zielspieler.
CARNEY CHUKWUEMKA
ab der 58. Minute
Brachte nach seiner Einwechslung (wiederholt) sofort Schwung in die Offensive und suchte immer wieder den Weg in die gefährlichen Räume. Belohnte seinen aktiven Auftritt mit dem zweiten Treffer im achten Länderspiel im ÖFB-Dress.
ALEXANDER PRASS
ab der 58. Minute
Weniger auffällig als die anderen Joker, erledigte seine Aufgabe auf der linken Abwehrseite aber souverän. Stand defensiv sicher und ließ auf seiner Seite kaum etwas anbrennen.
VASILJE MARKOVIC
ab der 68. Minute
Als erster Spieler aus Österreichs U17-Vizeweltmeisterteam feierte er sein Debüt im A-Nationalteam. Mit der Rückennummer sieben trat er dabei gleich in große Fußstapfen. Konnte sich in seiner kurzen Einsatzzeit nur selten in Szene setzen, deutete sein Potenzial aber an. Eine gefährliche Flanke auf Kalajdzic war seine auffälligste Aktion.
MARCO FRIEDL
ab der 78. Minute
Der Bremen-Kapitän kam für die Schlussphase, um defensiv mit seiner Erfahrung für zusätzliche Stabilität zu sorgen. Erledigte seine Aufgabe souverän, beim späten Anschlusstreffer hatte er keine Schuld.