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Erfolgsfaktor Baumgartner
Die ÖFB-Kicker haben eine Gratwanderung zu bestreiten. Ihr verletzter Kollege hilft ihnen dabei.
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Es ist kein Spiel wie jedes andere.
Wenn das ÖFB-Team in Santa Clara gegen Jordanien auf den Rasen schreitet, um sich für die Hymnen aufzustellen, wird es für jeden einzelnen Spieler das erste WM-Spiel seines Lebens sein.
Das sind Momente, die man genießen muss, sagt man leichterhand.
Die Umsetzung dieses gutgemeinten Rats ist tatsächlich aber fast ein Ding der Unmöglichkeit. Der Druck ist da, ein Profi-Kicker ist im Tunnel.
Vielmehr geht es um die Tage und Stunden vor einem Spiel. Nur wer da seine Nervosität und Anspannung im Griff hat, kann eine entsprechend professionelle Vorbereitung gewährleisten.
Wer die einzelnen Mitglieder des ÖFB-Teams kennt, ihr Miteinander in der Doku-Serie "Teamgeist" von Canal+ hautnah mitverfolgen konnte, weiß, dass die Voraussetzungen dafür gegeben sind.
Freilich will jeder spielen, doch jene, die seit Samstag wissen, dass sie es nicht tun, unterstützen ihre vermeintlichen Konkurrenten, sprechen ihnen Mut zu, stellen ihre Egos hintan.
Und es gibt seit einigen Tagen noch einen zusätzlichen Faktor: Christoph Baumgartner.
Der verletzte Schlüsselspieler ist kurz nach einer Operation in die USA gereist, um das Turnier mit seinen Kollegen erleben zu können.
Weil "Baumi" nicht spielen kann, lastet auch keinerlei Druck auf ihm. Er kann mit seiner Lockerheit ein Schlüssel zur erfolgreichen Gratwanderung zwischen positiver Anspannung und übermäßigem Stress sein.
Der Leipzig-Profi wird vermutlich erst dann nervös sein, wenn dieses Gefühl bei allen auf dem Feld bereits abgefallen ist – ab dem Zeitpunkt des Anpfiffs.