"Explosion" im Team? Schöttel kontert Janko

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ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel hat mit Unverständnis auf das Interview von Marc Janko reagiert.

Der Ex-Goalgetter hatte gegenüber den "NÖN" unter anderem erklärt, er höre von schlechter Stimmung innerhalb der Nationalmannschaft. "Das hat das Potenzial, jederzeit zu explodieren", befürchtete der 37-Jährige.

Schöttel sagte dazu am Freitagnachmittag beim ersten Team-Training in Bad Tatzmannsdorf: "Ich habe keine Angst, dass es explodieren wird."

Über "Fern-Diagnose" verwundert

Er schätze Janko sehr, betonte der Sportchef. "Es wundert mich, dass er aus der Ferne so eine Diagnose stellt. Ich weiß, dass er selbst solche Spieler nicht gern hat. Aber er ist jetzt journalistisch tätig und gibt seine Meinung ab. Das wird uns nicht davon abbringen, unseren Weg weiterzugehen", erklärte Schöttel.

Der Wiener weiß aber auch, dass der lange Aufenthalt der Mannschaft in einer "Corona-Bubble" tatsächlich Gefahren in sich birgt. "Es wird schwierige Situationen geben, unzufriedene Spieler. Wir müssen aufpassen, dass das Klima in der Mannschaft gut bleibt."

Deshalb werde man kreativ sein und viel mit den Spielern reden, versprach Schöttel. "Die EM ist ein wichtiges Ereignis, wir wollen sehr offen und ehrlich miteinander umgehen."

Er sehe sich als wichtiges Bindeglied, so der Sportchef. "Wir sind eine Gruppe von 50 Leuten. Wenn da zwei Räder nicht funktionieren, ist es fürs ganze Werkl schwierig."

Kickoff mit Mannschaftsabend

Um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu fördern, gab es am Donnerstagabend nach dem Eintreffen der Spieler im Hotel Avita in Bad Tatzmannsdorf einen Mannschaftsabend.

"Der ist gut angekommen. Es ist viel besprochen worden, die Spieler haben sich lange nicht gesehen. Jetzt sind alle froh, dass es endlich losgeht", erklärte Schöttel.

Dragovic: "Wollen Geschichte schreiben"

Das trifft auch für Aleksandar Dragovic zu, der sich für die EM viel vorgenommen hat. "Wir wollen Geschichte schreiben, aber natürlich wissen wir, dass das nicht vom Himmel fallen wird, sondern dass wir etwas leisten müssen", sagte der Verteidiger.

Als einer von acht Spielern, die bereits bei der verkorksten EURO 2016 dabei waren, hatte Dragovic einen Tipp parat: "Wir dürfen nicht nervös sein, sondern müssen einfach drauflosspielen. Vor fünf Jahren waren wir zu nervös und haben uns zu viel Druck gemacht. Das müssen wir abstellen. Wir wissen, wie viel Qualität wir haben."

Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang »

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