"Ich war total verwirrt, dass irgendwas abgepfiffen wurde. Ich hatte keine Ahnung, was", lacht Prass.
Assistgeber Wimmer klärt auf: "Mich hat es gewundert, weil ich gar nicht gewusst habe, wer im Abseits stehen soll. Er hat mir dann gesagt, dass ich es war. Aber mir war klar, dass der Ball vom Gegner gekommen ist, da kann es gar kein Abseits sein."
Ein Tor, ein "Assist"
Prass jedenfalls holte in der 77. Minute dann auch den Freistoß heraus, den Michael Gregoritsch zum 2:2-Endstand versenkte.
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"Am Ende des Tages ist es unsere Aufgabe, zu versuchen, etwas zu bewirken, wenn wir reinkommen", sagt der Hoffenheim-Legionär angesichts der beiden Joker-Tore.
Harte Wochen bei Hoffenheim
Dass er diesmal überhaupt beim ÖFB-Team dabei sein würde, da war er sich aber gar nicht mal so sicher. Denn bisher hat er eine Saison zum Vergessen hinter sich.
"Ich war eine Woche in der Vorbereitung, dann habe ich mich verletzt und war einen Monat raus", erzählt er. Adduktorenprobleme machten ihm das Leben schwer.
Nach der Rückkehr war kein Platz in Ilzers Elf. "Es ist bekannt, dass wir in Hoffenheim keinen schlechten Kader haben, da ist es nicht so einfach, nach einer Verletzung zurückzukommen und zu sagen: Hey, da bin ich wieder, ich spiele jetzt! Das muss man verstehen und akzeptieren", so Prass.
Freiwillig in der 3. Liga
Sein bisher einziges Saisonspiel bestritt er Mitte September in der 3. Liga für Hoffenheims Amateure gegen den SV Meppen.
"Ich bin mit dem Wunsch auf den Trainer zugekommen, in der U23 zu spielen, weil ich die Minuten brauche. Ich glaube, das wurde sehr positiv aufgefasst, dass er sich darüber gefreut hat", berichtet Prass.
Die Ungewissheit, ob das für eine Nominierung Rangnicks reicht, war da: "Du denkst drüber nach, ob du einberufen wirst. Ich bin total dankbar dafür, dass das passiert ist, weil das nicht selbstverständlich ist."
Rangnicks zwiespältige Bilanz
Rangnick beschreibt Prass nach dem Spiel, der diesmal in der Offensive, nicht wie sonst als Linksverteidiger eingesetzt wurde, als "belebendes Element".
Doch er findet auch kritische Worte: "Die Flanken waren Licht und Schatten. Und er hätte noch ein Tor machen können."
"Der war nicht leicht, aber man kann ihn machen", sagt der Kicker nach seiner vergebenen Volley-Chance in der Schlussphase.
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Was Prass vermisst hat
Nichtsdestoweniger überwiegt das Positive nach dieser Partie: "Ich bin extrem glücklich über jede Minute am Platz. Das fällt einem erst auf, wenn man mal verletzt ist, wie sehr man es eigentlich vermisst, am Platz zu stehen. Von außen zuzuschauen, kann nervenaufreibend sein."
Das weiß auch sein Teamkollege Stefan Posch: "Nach einer Verletzung braucht es immer ein bisschen, bis man wieder reinkommt. Solche Momente wie heute erleichtern das. Er hat sich das hart erarbeitet."