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Sportdirektoren-Suche: Der Prozess des ÖFB

Was und wie wird gesucht? Wird Schöttels Nachfolger Rangnicks Boss? Oder wird's gar Rangnick? Das sind die Antworten:

Sportdirektoren-Suche: Der Prozess des ÖFB Foto: © GEPA

Der ÖFB macht auf der Suche nach einem neuen Sportdirektor weitere Schritte.

Zunächst hat der Verband mit Peter Schöttel eine "einvernehmliche Lösung" für eine Vertragsauflösung gefunden.

Außerdem wurde ein Profil erstellt, der Job offiziell ausgeschrieben. Bis 23. Oktober können sich Menschen für den Job des neuen Sportdirektors bewerben.

Doch was sucht der ÖFB genau? Wird der neue Sportdirektor Ralf Rangnicks Chef? Und wer sucht eigentlich?

LAOLA1 beantwortet all diese Fragen:

Was wird gesucht?

Ein Sportdirektor. Oder wie es der Aufsichtsratsvorsitzende Josef Pröll nennt: "Wir suchen einen Architekten für die sportliche Zukunft des ÖFB und des österreichischen Fußballs."

Es ist ein Job, in dem es viele Fähigkeiten braucht, geht es doch immerhin um die "strategische Gesamtverantwortung für die sportliche Entwicklung vom Breiten- bis zum Spitzensport."

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Schöttels Vertrag wurde aufgelöst
Foto: ©GEPA

Ob dieser Mensch dann – wie Vorgänger Schöttel – einen unbefristeten Vertrag hat, oder doch einen befristeten, darauf will sich der ÖFB aktuell noch nicht festlegen.

Schöttels bisheriges Gehalt sei die "Benchmark", aber "wir werden die ein oder andere Flexibilität zeigen können", so Pröll.

Ändert sich die Struktur?

Nein. "Es gibt keinen Anlass, abseits der Statuten neue Wege zu gehen", stellt Pröll klar.

Der neue Sportdirektor wird also nicht der Chef von Teamchef Ralf Rangnick. Er führt die Direktion Sport, in der die Jugend-Nationalteams, die Nachwuchs- und Trainerausbildung, der Breitensport, die Abteilung Wissenschaft sowie der Frauenfußball eingegliedert sind.

Wie wird gesucht?

Das Unternehmen "Ernst & Young" wird als externer Personalberater den Prozess vorantreiben.

Bis zum 23. Oktober kann sich jeder bewerben. Doch auch der ÖFB wird aktiv Namen ins Spiel bringen. "Wir werden auf Menschen zugehen", sagt Pröll und denkt dabei an "sicher zehn bis 15" Personen.

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Sebastian Prödl, Leiter der Nachwuchs-Nationalteams, wird Interesse nachgesagt
Foto: ©IMAGO / Ulmer / Teamfoto

Er sagt auch: "Ich motiviere Mitarbeiter des ÖFB, sich diesem Prozess zu stellen."

Ein "objektiviertes Verfahren der Bewertung ihrer Fähigkeiten" wird dann aus allen Bewerbern eine Shortlist erstellen, die im November vorliegen soll. "Ernst & Young" wird also die ersten Gespräche mit Bewerbern führen.

Es folgen Hearings "im kleinen Kreis", ehe der gesamte ÖFB-Aufsichtsrat noch heuer eine Entscheidung treffen soll.

Gibt es den perfekten Menschen für diesen Job?

Es klang dann doch ein wenig spöttisch, als Rangnick im Zusammenhang mit dem Jobprofil von einer "eierlegenden Wollmilchsau" gesprochen hat.

Pröll stellt klar: "Wir suchen nicht die eierlegende Wollmilchsau, sondern mit einem breit aufgemachten Profil nach interessanten Persönlichkeiten, die den Fußball gestalten können."

Er wolle "nicht von vornherein eine Ausschreibung machen, die auf ein oder zwei Köpfe zugespitzt ist, weil irgendwer sich das wünscht."

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Josef Pröll will einen transparenten Prozess
Foto: ©GEPA

Durch dieses breite Profil sollen "mehr Menschen in den Bereich unserer Auswahl kommen." Er kenne diesen Prozess, er sei in der Wirtschaft üblich, sagt Pröll, "wir sind in so einem Prozess oft auf Menschen gestoßen, von denen wir gar nicht geglaubt hätten, dass sie in der Arena sind."

Das Profil im Detail hier ansehen >>>

Soll es ein Trainer oder ein Manager sein?

Im Idealfall beides. Management-Erfahrung sei von Vorteil, ein UEFA-Pro-Diplom auch. Aber beides sei nicht verpflichtend, ebensowenig Deutsch.

Pröll schließt aus, dass jemand kommt, der mit Fußball bis dato nichts am Hut hatte. Gleichzeitig erklärt er durchaus, dass er die "Management-Parameter" im Vergleich zur Vergangenheit aufwerten wolle.

Vor allem will er "jemanden finden, der nicht verwaltet, sondern proaktiv gestaltet, die Dinge in die Hand nimmt, lieber eine Idee zuviel als eine zu wenig zulässt."

"Neue Impulse setzen, Innovationen vorantreiben, Veränderungsprozesse initiieren" – sind Schlagwörter, die er in den Raum wirft.

Wird es am Ende Ralf Rangnick?

Pröll muss grinsen, als diese Frage kommt.

"Wir haben mit Rangnick einen super Trainer, ich denke nicht, dass es eine solche Überlegung gibt", winkt der Niederösterreicher ab.

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