Zwei Joker retten das ÖFB-Team in Irland
Bis zur Pause hat die Rangnick-Elf mit den Gastgebern ihre Probleme. Zwei Joker bringen Österreich immerhin noch einen Punkt.
PRESENTED BY
Am 3. Spieltag der UEFA Nations League muss sich das ÖFB-Team auswärts in Irland mit einem 2:2 begnügen.
Rot-Weiß-Rot erwischt in Dublin alles andere als einen guten Start. Schon von den ersten Minuten an stellen die Iren das Rangnick-Team mit ihrer Physis und den langen Bällen vor Probleme.
Parrott spielt halbe ÖFB-Abwehr aus
Idah (3.) köpft nach einem Einwurf daneben. Die erste klare Torchance ist dann bereits drinnen. Parrott lässt zuerst Lienhart mit einem Gurkerl schlecht aussehen, anschließend überspielt der Betis-Legionär auch noch Affengruber. Seiwald kommt nicht mehr hin - und so bezwingt Parrott auch noch Wiegele mit einem Flachschuss im langen Eck (12.).
Auch danach tut sich Österreich schwer. Nach einer Viertelstunde muss das Match wegen Protesten der irischen Fans unterbrochen werden. Einige Tennisbälle mit Palästina-Flaggen fliegen aufs Feld. Nach wenigen Minuten geht's schon wieder weiter.
Unterbrechung hilft
Im Anschluss gleichen sich die Kräfteverhältnisse zumindest an. Seiwald hat die erste vielversprechende Chance für den ÖFB, einen Volley nach Brustablage von Kalajdzic setzt der Leipzig-Kicker knapp drüber (26.). Kurz darauf kann Affengruber gerade noch klären, nachdem er zunächst zu spät kommt.
Wimmer (31.) fehlt in der Folge bei einem Abschluss mit links die Kraft, Schlager (33.) entscheidet sich in guter Position für einen Querpass, der allerdings beim Gegner landet.
Nach einem starken Dribbling von Kaladjzic bedient dieser Wimmer, dessen Abschluss allerdings pariert wird (40.).
Gegentreffer mitten in guter ÖFB-Phase
Doch die Rangnick-Truppe belohnt sich nicht für eine gute Phase - im Gegenteil.
Nachdem Mwene infolge einer Flanke nicht ordentlich klären kann, trifft Seiwald beim erneuten Klärungsversuch seinen Gegenspieler am Fuß. Es gibt Elfmeter!
Parrott verwandelt diesen sicher rechts ins Eck (45.+1).
ÖFB-Dreifachwechsel zur Pause
Mit dem 0:2 geht es in die Pause. Rangnick reagiert in dieser gleich mit drei Wechseln auf die bisherige Leistung. Chukwuemeka, Seiwald und Affengruber müssen runter. Gregoritsch, Laimer und Wöber kommen ins Spiel.
Erstmals gefährlich vors Tor kommen die Österreicher fünf Minuten nach Wiederbeginn. Kalajdzic leitet am Sechzehner direkt in den Lauf zu Wimmer weiter, doch der Gegenspieler ist dazwischen.
Insgesamt versucht das ÖFB-Team in Hälfte zwei, die Kontrolle an sich zu reißen. Häufig fehlt allerdings die letzte Präzision und die großen Chancen, aber immerhin greift das Pressing. Auf der anderen Seite beschränkt sich Irland auf Konteraktionen, die regelmäßig von der rot-weiß-roten Abwehr entschärft werden.
Joker-Doppelschlag zum Ausgleich
In der 67. Minute wechselt der Teamchef bereits zum vierten Mal. Schmid wird von Prass ersetzt.
Nur wenige Momente - und einen Distanzschuss von Laimer - später sticht der Joker bereits. Wimmer erobert rechts vorne den Ball. Sein erster Stanglpass wird noch geblockt, der zweite landet dann aber bei Prass, der die Kugel unter die Latte zwirbelt (71.). Nach VAR-Check zählt der erste Nationalteam-Treffer vom Hoffenheim-Kicker auch.
Mit dem Anschlusstor im Rücken drängt Österreich nun auf den Ausgleich. Prass holt nach einem guten Dribbling einen Freistoß an der Strafraumkante heraus - und diesen zirkelt Gregoritsch an der Mauer vorbei halbhoch ins lange Eck (77.)!
Auf einmal geht es hin und her, denn plötzlich werden die Gastgeber wieder gefährlich. Im Anschluss an einen Einwurf vereitelt Wiegele einen Volley von O'Shea stark (78.).
Österreich bleibt aber gefährlicher: Kalajdzic legt drei Minuten später auf "Gregerl" ab, der aus guter Position verzieht. Prass' Volley (89.) geht ebenfalls drüber. In der Nachspielzeit melden sich die Iren wieder an: Manning schlenzt über das Tor.
Und so endet eine intensive Partie, in der sich Österreich zumindest noch einen Punkt erarbeitet und damit die Tabellenführung in Gruppe 3 der Liga B verteidigt.