FLORIAN WIEGELE
90 Minuten
Starkes Startelfdebüt für den Torwart-Riesen, der für viel Sicherheit und Stabilität sorgte. Bei Parrotts Schuss durch seine langen Beine war er chancenlos, beim Elfmeter in der falschen Ecke. Mit einer Top-Parade gegen O'Shea kurz vor Schluss auch noch tatkräftig am Punktgewinn beteiligt. Ansonsten bei hohen Bällen wie erwartet sehr sicher, mit dem Fuß am Ball wohl aber um den Tick schwächer als Schlager und Zawieschitzky - wobei seine weiten Ausschüsse mit seinem starken Linken nicht zu unterschätzen sind.
STEFAN POSCH
90 Minuten
Offensiv eigentlich immer wieder mit guten Aktionen, beim Hauptjob verteidigen aber das ein oder andere Mal vogelwild unterwegs. Schon früh im Spiel hatte der Mainz-Abwehrmann Glück, dass er Manning bei einer ungeschickten Klärungsaktion nicht traf, auch bei der Situation vor dem Elfmeter alles andere als sattelfest. Konnte sich in der zweiten Halbzeit aber auch in dieser Hinsicht steigern.
DAVID AFFENGRUBER
bis zur 45. Minute
Leider keine Fortsetzung des guten Startelfdebüts gegen den Kosovo. Der Fulham-Kicker zeigte sich immer wieder fehleranfällig, besserte dabei zwar selbst oft aus, ließ sich aber entscheidend vor dem 1:0 von Parrott einpacken. Zur Pause musste er in der Kabine bleiben.
PHILIPP LIENHART
90 Minuten
So ein Blackout darf einem routinierten Spieler wie ihm einfach nicht passieren - vor allem bei diesem Konkurrenzkampf auf seiner Position. Vor Parrotts Führungstor ließ sich der 30-Jährige ganz billig samt Gurkerl einpacken, danach kämpfte er einige Minuten mit dem Fehler. Je länger das Spiel andauerte, desto mehr konnte aber auch er sich stabilisieren.
PHILLIPP MWENE
90 Minuten
Dass man einen Ball nicht blind und quer im eigenen Strafraum klären sollte, lernt man eigentlich im Kinderfußball. Der 32-Jährige tat es trotzdem, was den Elfmeter zum 2:0 zur Folge hatte. Auch sonst defensiv mit dem ein oder anderen Problem mit vor allem Abankwah. In die andere Richtung ging wenig, speziell die Flanken mit seinem eigentlich starken rechten Fuß waren fast nie zu gebrauchen.
XAVER SCHLAGER
90 Minuten
Mit der Kapitänsschleife am Feld war er wieder ein richtiger Anführer. Eroberte wichtige Bälle, probierte viel, traf aber auch die ein oder andere falsche Entscheidung - nicht zuletzt bei einer möglichen Abschlusssituation aus spitzem Winkel, bei der er den Querpass spielte. Nach der Pause musste er die Schleife an Laimer abgeben, die Leistung blieb aber gleich gut.
NICOLAS SEIWALD
bis zur 45. Minute
Vielleicht hat beim Dauerläufer diesmal etwas die Frische gefehlt. Ein ungewohnt fehleranfälliges Spiel des Rangnick-Lieblingsschülers - nicht zuletzt bei seinem Foul vor dem Elfmeter, welches mehr als vermeidbar gewesen wäre. Wohl auch deshalb zum erst zweiten Mal im 54. Länderspiel zur Pause ausgewechselt.
PATRICK WIMMER
90 Minuten, Assist
Gegen den Ball ein absoluter Gala-Auftritt des Laufwunders. Unglaublich, wie viele Bälle der Niederösterreicher in diesem Spiel eroberte. Was danach damit passierte, war allerdings noch ausbaufähig, so etwas bei seiner Großchance kurz vor der Pause. Umso besser war dann der Assist zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer durch Prass.
CARNEY CHUKWUEMEKA
bis zur 45. Minute
Kein guter Tag für den Dortmund-Legionär beim Startelfdebüt. Zu Beginn auf der Zehn kaum am Ball, erst in der guten österreichischen Phase nach dem 1:0 mit ein paar Aktionen. Für einen Offensivspieler seiner Klasse war das aber viel zu wenig. Zur Pause war auch schon wieder Schluss.
ROMANO SCHMID
bis zur 67. Minute
Kein guter, weil vor allem unsichtbarer Auftritt des Italien-Legionärs. Im ersten Durchgang fiel er eigentlich nur durch einen vermeidbaren Ballverlust auf, in dessen Folge er Glück hatte, nicht Gelb zu sehen. In der Schlussphase kam Prass für ihn, der die Position am linken Flügel viel breiter und dadurch gegen die Iren effektiver ausübte.
SASA KALAJDZIC
90 Minuten
Im Normalfall muss der LASK-Stürmer mit mindestens drei Assists aus diesem Spiel herausgehen. Einmal leitete er schön für Seiwald mit der Schulter weiter, dann bewies er viel Übersicht für Wimmer. In der Schlussphase ließ Gregoritsch eine von ihm super aufgelegte Top-Chance liegen, ganz am Ende schoss Prass nach seiner Vorarbeit drüber. Auch sonst immer wieder mit sehr spielintelligenten Aktionen, einem Tor am nächsten kam er bis zum Schluss aber mit einem Abschluss von der Mittellinie ganz zu Beginn. Eigentlich war geplant, den Wiener nur bis zur 60. Minute auf dem Feld zu lassen, er spielte aber durch und wirkte bis zum Schluss frisch.
MAXIMILIAN WÖBER
ab der 46. Minute
Wurde zur Pause eingewechselt und durfte auf seiner Hauptposition in der Innenverteidigung ran. Dort fühlte er sich merklich wohler. War in seinen Defensivaktionen stabil und spielte auch den ein oder anderen guten Ball aus der Abwehr.
KONRAD LAIMER
ab der 46. Minute
Kam unmittelbar nach Seitenwechsel und damit früher als geplant. Übernahm sofort die Schleife von Schlager, wurde dieser Rolle aber noch nicht ganz gerecht. Man merkte in der ein oder anderen Situation, dass der Bayern-Legionär nach seiner Adduktoren-Verletzung noch nicht ganz fit war. Am Willen scheiterte es bei ihm wie gewohnt aber nicht.
MICHAEL GREGORITSCH
ab der 46. Minute, Tor
Lange kam vom Joker nichts - und dann das. Quasi aus dem Stand verwandelte er den Freistoß zum 2:2 in absoluter Schlitzohr-Manier und bewies damit einmal mehr, wie wichtig er für das ÖFB-Team ist. Fast avancierte der Steirer auch noch zum absoluten Matchwinner, bei seiner Großchance kurz vor Schluss hatte er den Ball leider am falschen Fuß.
ALEXANDER PRASS
ab der 67. Minute, Tor
Die ganz große positive Überraschung des Tages. Der Hoffenheim-Legionär durfte erstmals über einen längeren Zeitraum auf seiner Stammposition im Mittelfeld im ÖFB-Team auflaufen - und machte seine Aufgabe richtig gut. Beim Anschlusstreffer präsentierte er sich eiskalt, den Freistoß vor dem Ausgleich holte er mit einem starken Dribbling heraus. Für die Bestnote hätten die Flanken etwas präziser kommen oder die Großchance zum 3:2 kurz vor Schluss drinnen sein müssen.