Nach Verläng.
3:1
0:0 , 1:1 , 2:0
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Erstmals im Semifinale! Altach kegelt Sturm aus dem ÖFB-Cup

Die Vorarlberger vermiesen das Österreich-Debüt ihres Ex-Trainers. Und das auch aufgrund zweier strittiger Schiedsrichter-Entscheidungen.

Erstmals im Semifinale! Altach kegelt Sturm aus dem ÖFB-Cup Foto: © GEPA

Der SCR Altach schreibt am Sonntag Geschichte im UNIQA ÖFB-Cup!

Die Vorarlberger bezwingen den SK Sturm im Viertelfinale mit 3:1 nach Verlängerung und stehen damit erstmals im 35. Anlauf im Semifinale.

Zu reden geben eine strittige Elfmeter-Entscheidung zu Ungunsten der "Blackies" sowie ein Gelb-Rot-Ausschluss für den Grazer Tim Oermann. Nachdem sich in der Verlängerung auch noch Daniil Khudyakov verletzt, beendet Sturm die Begegnung zu neunt.

Für den Neo-Coach der Grazer Fabian Ingolitsch, der sein Österreich-Debüt mit seinem neuen Verein feiert, endet die Rückkehr zu seinem Ex-Klub also mit einer Enttäuschung. Sein Nachfolger, Ognjen Zaric, erwischt indes einen perfekten Einstand.

Schwacher Beginn

Das Spiel beginnt zerfahren, Fehlpässe und Verletzungsunterbrechungen prägen die ersten 40 Minuten.

Kurz vor der Pause zündet Altach aber den Turbo: Zuerst hat Greil (40.) die Chance auf die Führung, dann verpasst Massombo nach Pass von Greil (41.).

Beide Male reagiert Sturms Schlussmann Khudyakov gut und hält für die Sturm zur Pause die Null.

Strittiger Elfmeter bringt Altach in Front

Die zweite Halbzeit beginnt für Sturm mit einem Schock. Nach einer Ecke will Kiteishvili im eigenen Strafraum klären, trifft dabei auch Jäger. Schiedsrichter Julian Weinberger zeigt sofort auf den Punkt - eine Entscheidung, die nicht unumstritten ist.

Greil tritt an, scheitert zunächst noch an Khudyakov, kann den Ball aber im Nachschuss im Tor unterbringen (52.).

Ausgleich und Ausschluss bei Sturm

Fabio Ingolitsch reagiert mit einem Dreifach-Wechsel, der sich auszahlen soll.

Nur wenige Augenblicke nach seiner Einwechslung setzt Hödl einen guten Schuss gegen Stojanovic ab. Der Altacher Schlussmann kann zunächst noch klären, kommt dann aber nicht mehr rechtzeitig nach oben und der ebenfalls eingetauschte Kayombo staubt zum 1:1 ab (71.).

Doch der SK Sturm darf sich nur kurz freuen. Tim Oermann geht etwas ungestüm in die Zweikampf mit Mustapha und trifft den Stürmer unglücklich mit dem Ellenbogen. Nachdem der Innenverteidiger bereits verwarnt war, schickt ihn Schiedsrichter Weinberger vorzeitig unter die Dusche (79.).

In Unterzahl schaffen es die Grazer problemlos, sich in die Verlängerung zu retten. In dieser ist der fehlende Mann aber offensichtlich.

Hrstic avanciert zum Matchwinner

Zunächst verzieht Anteo Fetahu (100.) aus aussichtsreicher Position, wenig später klappt es aber mit der Altacher Führung.

Nach einer Ouedraogo-Flanke kommt Srdjan Hristic frei zum Kopfball, köpft sich selbst an, hat aber Glück, dass der Ball von dort in den Grazer Maschen landet - 2:1 (101.).

Sturm wirft daraufhin alles nach vorne - und wird sofort ausgekontert. Hrstic dringt in den Sechzehner vor, legt uneigennützig für Greil ab und der Salzburger stellt die Begegnung mit dem 3:1 kalt (105.).

Nach Seitenwechsel in der Verlängerung kommt es für die Grazer noch dicker: Goalie Khudyakov verletzt sich ohne Fremdeinwirkung, Jusuf Gazibegovic geht dafür ins Tor. Zu neunt gibt es für die "Blackies" freilich nichts mehr zu holen.

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