Endstand
0:1
0:1 , 0:0
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WAC-Frust: "Vielleicht sollte man den VAR mal ganz rausnehmen"

Nach dem Cup-Aus ist der Frust im Lavanttal groß. Mit dem Platzverweis gegen Diabate ist man alles andere als glücklich. In Salzburg gibt es dagegen lachende Gesichter.

WAC-Frust: "Vielleicht sollte man den VAR mal ganz rausnehmen" Foto: © GEPA

Der Traum von der Titelverteidigung im UNIQA ÖFB-Cup endete für den Wolfsberger AC auf bittere Art und Weise. Zuhause unterlag man dem FC Red Bull Salzburg nach frühem Platzverweis knapp mit 0:1 (zum Spielbericht >>>).

Zwar starteten die Lavanttaler auch so nicht gut in das erste Pflichtspiel des Jahres, dennoch sollte sich die Rote Karte in der 19. Spielminute als Genickbruch für die Kärntner herausstellen.

Der Platzverweis selbst ist als äußerst strittig zu betrachten. Eine klare Meinung hat auch WAC-Chefcoach Ismail Atalan: "Wir sind maximal enttäuscht, maximal gefrustet, wenn man sich den Spielverlauf ansieht. Ich habe gerade noch das Video zu sehen bekommen, und denke mir: Vielleicht sollte man den Video-Assistenten mal ganz rausnehmen, wenn man sich ansieht, wie hier einfach so Rot gegeben wird bei einer 50:50-Entscheidung. Wenn es so strittig ist, gebe ich diese Rote einfach nicht."

Auch Salzburgs Cheftrainer Thomas Letsch sagt: "Ich sehe, dass Baidoo eindringt und gefoult wird. Der Schiedsrichter pfeift und zeigt Rot. Aber, so ehrlich muss ich sein: Ich hätte sie nicht gegeben. Da hatten wir Glück."

"Waren zu zehnt die bessere Mannschaft"

"Wir hatten zu viele Fehler im Spielaufbau, das hat Selbstbewusstsein gekostet. Aber wir haben uns in Hälfte zwei aufgebäumt und waren zu zehnt die bessere Mannschaft. Das bringt uns aber nichts", so Atalan weiter.

Dominik Baumgartner wurde nach dem Ausschluss seines Teamkollegen und unmittelbar vor dem 0:1 eingewechselt. "Wenn du einen Mann weniger bist, versuchst du zuerst einmal, so lange wie möglich das 0:1 zu halten. Wir wissen, ganz so sattelfest ist Salzburg auch noch nicht. Sie haben noch die einen oder anderen Probleme. Wir haben es probiert mit langen Bällen. Leider ist dann keiner hineingegangen. Ich glaube, dass es in der zweiten Hälfte dann ganz in Ordnung war", ist seine Einschätzung nach der Partie.

Die Salzburger hingegen stehen im Halbfinale - und das nicht unverdient. In der ersten Hälfte zeigten die Mozartstädter eine ansprechende Leistung, nach Wiederanpfiff holte man den WAC aber etwa durch Nachlässigkeit vor dem Tor zurück ins Spiel.

"Es schenkt dir keiner etwas"

"Wir haben super angefangen, bei elf gegen elf den Gegner an die Wand gespielt. Die ganze erste halbe Stunde war sehr gut. Auch danach hatten wir genügend Chancen, es früher zu entscheiden, der Gegner nur eine", so Letsch.

Weiter: "Aber ja, wir haben keine Ruhe mehr hineingebracht in der zweiten Hälfte, daher wurde es hektischer. Wir hätten uns das Leben sicher einfacher machen können. Wir hatten am Donnerstag ein brutales Spiel in Birmingham, natürlich merkt man das im Laufe dieses Spiels. Das darf aber keine Ausrede sein."

Keeper Alex Schlager erlebte einen erfolgreichen 30. Geburtstag. Er meint: "Wir haben das Spiel von Beginn an im Griff gehabt. Natürlich spielt dir die Rote Karte in die Karten. Wir haben die Basics gut gemacht. Das ist der Schlüssel, dass du hier gewinnst. Wir sind seit knapp über einem Jahr auf einem guten Weg. Aber das dauert alles seine Zeit. Wichtig ist, dass man die Entwicklung erkennt. Es schenkt dir keiner etwas."

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