Sturm schlägt Rapid mit 3:2 nach Verlängerung

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Sturm Graz folgt Titelverteidiger Red Bull Salzburg ins Endspiel des ÖFB-Cups.

Die Steirer gewinnen zuhause gegen Rekordmeister Rapid mit 3:2 nach Verlängerung. Bright Edomwonyi bringt Sturm in der regulären Spielzeit zwei Mal in Führung (24., 62.). Rapid erzwingt dank Treffern von Louis Schaub (58.) und Giorgi Kvilitaia (84.) die Verlängerung. In dieser gelingt dem eingewechselten Emeka Eze der Siegtreffer (102.)

Das Finale des ÖFB-Cups in Klagenfurt wird aufgrund des Final-Einzugs der Salzburger und deren Engagements in der Europa League vom 1. auf den 9. Mai verschoben.

Packendes Match

Dank Eze, der in der 87. Minute für Edomwonyi eingewechselt wurde und nach einer Flanke von Thorsten Röcher mit dem Kopf zur Stelle war, setzten sich im sechsten Cup-Duell mit den Hütteldorfern am Ende doch noch erstmals die Grazer durch.

Durch den Finaleinzug von Titelverteidiger Salzburg, der auf sein fünftes Double en suite losgeht, steht fest, dass bereits Rang fünf in der Meisterschaft zur Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation reicht.

Die Zuschauer in der ausverkauften Merkur Arena, darunter auch ÖFB-Teamchef Franco Foda und Sturms Trainerlegende Ivica Osim, sahen von Beginn weg ein packendes Match mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten. Rapids Solospitze Philipp Schobesberger hatte die erste und scheiterte dabei aus spitzem Winkel an Tormann Jörg Siebenhandl (7.).

Auf der Gegenseite klärte Goalie Richard Strebinger einen Schuss von Peter Zulj zur Ecke (9.). Danach war wieder Rapid dran, als ein schlechter Abschluss von Boli Bolingoli nach Lochpass von Louis Schaub wenige Zentimeter am langen Eck vorbeizischte (11.).

Assist von Siebenhandl

Sturm-Torjäger Deni Alar hätte in der 14. Minute auf 1:0 stellen müssen, doch der Ex-Rapidler köpfelte den Ball nach einer Flanke von Jakob Jantscher genau auf Strebinger. Zehn Minuten später war es dann soweit: Nach einem weiten Ausschuss von Siebenhandl enteilte Edomwonyi Rapids Außenverteidigern Bolingoli und Stephan Auer und bezwang Strebinger eiskalt per "Gurkerl".

In der 32. Minute hätte es sogar schon 2:0 heißen können, als der Ball nach einem missglückten Rettungsversuch von Galvao im hohen Bogen über Strebinger flog, vor dem Tor aufsprang und in der Folge an die Latte klatschte.

Unmittelbar nach der Pause schlug eine Schobesberger-Flanke knapp neben der Außenstange ein (46.). Wenig später jubelte Sturm nach einem Kopfball von Röcher über das 2:0, das aber von Schiedsrichter Robert Schörgenhofer wegen Tormann-Behinderung von Zulj nicht gegeben wurde (49.).

Auf der Gegenseite ließen der kurz zuvor eingewechselte Kvilitaia und Schaub nach einer Schobesberger-Flanke zunächst das 1:1 aus (56.), das kurz darauf doch noch glückte: Nach einem von Siebenhandl abgewehrten Kvilitaia-Schuss verwertete Schaub den Abpraller (58.).

Erster Titel seit 2011?

Danach schien die Partie zu kippen. Aber genau in dieser besten Rapid-Phase spielte Edomwonyi im Konter seine Schnelligkeit erneut aus und erzielte nach Vorarbeit von Zulj das 2:1 (62.).

Rapid brauchte etwas, um sich von diesem Schock zu erholen, übernahm jedoch dann immer deutlicher das Kommando, weil Sturm aufgrund seines hohen Laufpensums langsam müde wurde. Nach einem Eckball von Thomas Murg traf Kvilitaia per Kopf zum 2:2. Da Schaub im Finish an Siebenhandl scheiterte (89.), ging es in die Verlängerung.

In dieser blieb der Sturm-Tormann auch im Duell mit Kvilitaia Sieger (93.). Auf der Gegenseite zeichnete sich Strebinger mit einer Glanzparade nach einem Kopfball von Lukas Spendlhofer aus (97.). Beim Kopfball von Eze war er dann aber machtlos.

Sturm darf somit im Gegensatz zu Rapid vom ersten Titel seit der Meisterschaft 2011 träumen. Der vierte und bisher letzte Cup-Sieg der Grazer datiert aus dem Jahr 2010.

Rapids Cup-Fluch:

Saison

Aus in Runde... Gegner Ergebnis
2017/18 Semifinale Sturm 2:3 n.V.
2016/17 Finale Salzburg 1:2
2015/16 Viertelfinale Admira 0:1
2014/15 Viertelfinale Wolfsberger AC 1:2
2013/14
  1. Runde
LASK 4:5 n.E.
2012/13 Viertelfinale FC Pasching 0:1
2011/12 Achtelfinale SV Ried 1:2 n.V.
2010/11 Semifinale SV Ried 1:2
2009/10 Viertelfinale Austria Kärnten 2:3
2008/09 Achtelfinale SV Ried 2:3
2006/07
  1. Runde
First Vienna FC 3:4 n.E.
2005/06 Viertelfinale SV Mattersburg 0:1
2004/05 Finale Austria Wien 1:3
2003/04 Viertelfinale GAK 1:3
2002/03
  1. Runde
Bad Bleiberg 0:2
2001/02 Achtelfinale Austria Salzburg 1:2
2000/01 Semifinale FC Tirol Innsbruck 0:1
1999/00
  1. Runde
WSV-ATSV Ranshofen 1:4 i.E.
1998/99 Semifinale LASK 0:2
1997/98 Viertelfinale Admira Wacker 1:2
1996/97
  1. Runde
ASK Kottingbrunn 1:2
1995/96
  1. Runde
Admira Wacker

1:4

 



Textquelle: © APA/LAOLA1.at

Cup: Sturm-Rapid als Duell der Teams im Umbruch

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