Für mich persönlich ist es eine besondere Konstellation: Auf der einen Seite treffe ich auf meinen Bruder und auf der anderen Seite auch auf meinen Ex-Klub.
Für Sandro ist es in doppelter Hinsicht speziell, kickte der 28-Jährige doch von 2020 bis 2023 insgesamt drei Jahre für den amtierenden Meister.
"Für mich persönlich ist es eine besondere Konstellation: Auf der einen Seite treffe ich auf meinen Bruder und auf der anderen Seite auch auf meinen Ex-Klub. Ich freue mich schon riesig und ich glaube, dass in einem Spiel, vor allem in Altach, für uns alles möglich ist."
Höhen und Tiefen
Die Zeit in Graz war geprägt von Höhen und Tiefen, sowie "guten und schlechten Erinnerungen", wie der Schwarzacher preisgibt.
Aufgrund eines Kreuzbandrisses in der Saison 2020/21 machte Ingolitsch selbst nur 29 Pflichtspiele. Verabschieden durfte er sich dafür mit dem Cup-Titel 2023 und damit einem absoluten Highlight.
Drei Siege würden noch fehlen, um diesen Triumph mit Altach zu wiederholen. Auch wenn die Vorarlberger unter den verbliebenen Teams klarer Außenseiter sind, war der Cuptitel intern unter Ex-Coach Ingolitsch stets ein Thema.
Ein Ziel, das dieser jetzt dafür mit Sturm erreichen will. So oder so treffen am Sonntag zwei Teams aufeinander, die aufgrund der besonderen Umstände viel voneinander wissen. Altach weiß, wie der neue Sturm-Trainer tickt, der wiederum kennt seinen Ex-Klub bestens.
Entscheidend wird dabei wohl sein, wer kann den anderen mit etwas Neuem überraschen und so aus der Reserve locken.
Keine Geheimnisse voreinander?
Ist das eher ein Vor- oder Nachteil? "Ich glaube weder noch. Er weiß, wie wir ticken und es wird sich von unserem Spielstil her auch nicht wirklich viel verändern. Aber auf der anderen Seite wissen wir natürlich auch, wie Sturm unter ihm spielen wird", so der Außenverteidiger.
Die ersten beiden Pflichtspiele in der UEFA Europa League hat Fabio Ingolitsch mit den Grazern bereits absolviert – nun folgt der erste große K.o.-Test im Cup.
"Passt sehr gut nach Graz"
Sein Bruder ist sich aber sicher, dass der 33-Jährige der Richtige für diese Aufgabe ist: "Ich traue ihm viel zu. Er hat im Herbst einen guten Job gemacht und sich diesen Wechsel auch verdient. Er passt mit seiner Art sicher gut nach Graz und ich glaube, dass das sehr gut funktionieren kann."
Am Sonntag aber zählen keine besonderen Beziehungen und keine gemeinsamen Erinnerungen. Im Schnabelholz geht es um den Einzug ins Halbfinale – und darum, wessen Cup-Traum weiterlebt.