Abgeschobene Spieler treten gegen Barca nach

Abgeschobene Spieler treten gegen Barca nach Foto: © getty
 

Beim FC Barcelona wurde es in den letzten Stunden des Sommer-Transferfensters nochmal so richtig hektisch.

Mit Antoine Griezmann (zu Atletico Madrid) und Emerson Royal (zu Tottenham Hotspur) konnten am Deadline-Day noch zwei bekannte Namen abgegeben werden. Wenige Tage später folgte auch noch Miralem Pjanic (zu Besiktas Istanbul).

Aber nicht jeder dieser abgegebenen Spieler war mit den Umständen, wie ihre Transfers zustande kamen so richtig glücklich. Emerson Royal wurde beispielsweise erst diesen Sommer fest von Betis Sevilla verpflichtet - dementsprechend überraschend kam auch sein Wechsel in den letzten Transferstunden.

"Ich habe mich durch die Art und Weise, wie es gemacht wurde, verletzt gefühlt", sagte Emerson, der davor in jedem Barca-Ligaspiel in dieser Saison zum Einsatz kam zur "Marca".

"Ich verstand nichts von dem, was geschah, weil ich nichts wusste". Erst am Montag wurde dem Brasilianer mitgeteilt, dass "sie mich verkaufen wollen. Sie haben mich mit sehr netten Worten rausgeschmissen. Es gab bessere Möglichkeiten, die Dinge zu regeln."

Pjanic rechnet mit Koeman ab

Auch Miralem Pjanic, bei dem sich ein Abgang allerdings bereits abzeichnete, tritt kurz nach seinem leihweisen Wechsel nach Istanbul gegen seinen Stammklub nach. Vor allem Cheftrainer Ronald Koeman bekommt dabei sein Fett ab.

Pjanic bekam unter dem Niederländer nämlich nie eine ernsthafte Chance sich zu beweisen. Der Bosnier wirft Koeman fehlenden Respekt vor. Dabei geht es vor allem darum, dass Koeman den Einheiten der Reservisten nie beiwohnte.

"Die ernste Angelegenheit in dieser Sache für mich war, dass der Coach nie da war, um die Einstellung der Spieler, die nicht spielen, zu sehen. Das ist mir so zum ersten Mal passiert. Wie soll sich ein Spieler motivieren oder 'ich bin hier' sagen, wie soll ich etwas ändern, wenn er nicht kommt, um mich trainieren zu sehen oder sich anzuschauen, welche Einstellung ich zeige?", so Pjanic.

Pjanic: "Großer Mangel an Respekt!"

Es seien die "ekligsten Dinge", die er je gesehen habe. "Für mich ist das ein sehr großer Mangel an Respekt. Wir haben gekämpft, es war für uns, die nicht spielten, nicht einfach. Und er war einfach die ganze Saison über nicht da. Ich sage das, weil ich es so sehe. Das ist jetzt in der Vergangenheit, ich habe eine Lösung gefunden, um zu spielen und zu kämpfen, und bin sehr glücklich", sagt Pjanic.

Koeman habe dem Bosnier "bis heute" nicht gesagt, "was er genau von mir wollte. Er hat nicht versucht, mir etwas zu erklären oder eine Lösung zu finden. Es war immer ich, der zu ihm gegangen ist und gefragt hat, was er auf meiner Position möchte, was ich falsch oder richtig mache, um mich schneller anpassen zu können."

"Ich hätte es bevorzugt, wenn mir die Dinge gesagt worden wären, aber so ist das nun. Es war eine sehr merkwürdige Art der Kommunikation. Ich habe eine professionelle Einstellung, habe an meinen freien Tagen gearbeitet. Ich hätte viel mehr geben können, wenn er gewollt hätte. Aber er ist ein sehr, sehr merkwürdiger Trainer. Es ist das erste Mal, dass ich so ein Management gesehen habe", rechnet Pjanic mit Koeman ab.


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