"Wir sind teilweise in die Spiele reingegangen und wurden regelrecht zerlegt. Wir hatten da wirklich gar keine Chance gehabt", meint Schöpf.
Mental war die Zeit herausfordernd. "Wenn du in jedem Spiel Woche für Woche auf die Fresse bekommst, dann macht das was mit dir. Die Energie schwindet, man ist nicht mehr so positiv, wie man es eigentlich von sich gewohnt ist. Es frisst einen schon mal auf", gewährt der Österreicher tiefe Einblicke.
Namens-Fauxpass "in der Situation brutal"
Insgesamt fünf Trainer erlebte er in diesem Jahr. Besonders in Erinnerung dürfte ihm allerdings ein gewisser Christian Gross geblieben sein. "Massimo Schüpp ist eine Option für das Spiel", verkündete dieser einst auf einer Pressekonferenz. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass er damit Schöpf meinte.
"Ich bin ein sehr humorvoller Mensch. Ich kann über sowas sehr gut lachen und würde es auch niemandem übel nehmen, der mal was falsch ausspricht oder in dem Moment vielleicht auch einfach ein Blackout hat. Jetzt im Nachhinein muss man natürlich sagen, dass es in der Situation, in der wir uns befanden, natürlich brutal war", meint Schöpf.
Gross verwechselte Spieler ständig
Dabei war er nicht der einzige, der falsch benannt wurde. Aus Can Bozdogan wurde beispielsweise Kaan Erdogan. "Gerade in der Saison hätte so etwas nicht passieren dürfen oder auf gar keinen Fall passieren dürfen", meint Schöpf. Er spricht von "einem extrem Fauxpass des Trainers".
In der Kabine wurde "Massimo Schüpp" jedenfalls zum Running-Gag. "Jeder hat das mit Humor aufgenommen, weil es oft passierte. Der Trainer hatte uns Spieler im Training nämlich immer wieder verwechselt oder die Namen falsch beziehungsweise nicht richtig ausgesprochen", verrät der heutige MLS-Legionär.