Irgendwann sei es ihm sogar "peinlich" gewesen, mit seinen Kindern auf die Straße zu gehen. "Jedes Mal, wenn ich rausging, gab es irgendeinen Vorfall, manchmal auch ohne böse Absicht. Leute, die über etwas geredet haben, was in früheren Spielen vorgefallen war. Schließlich wollten meine Kinder nicht einmal mehr mit mir einkaufen gehen."
Hilfe durch eine Psychiaterin
Eine Psychiaterin habe ihm geholfen. Er sei auch mit Medikamenten behandelt worden. "Das ist schließlich eine Krankheit, wie jede andere." Bei Atlético hätten ihm Trainer Diego Simeone und einige Kameraden geholfen. Und er habe auch von Profis Unterstützung erfahren, die ähnliche Probleme erlebt hätten, wie etwa Andrés Iniesta und Bojan Krkic.
Morata, der unter anderem auch für Real Madrid, Juventus Turin und Chelsea spielte, räumte ein, dass der Gewinn der Europameisterschaft in Deutschland ebenfalls zur Besserung beigetragen habe. Seitdem erfahre er in seiner Heimat mehr Respekt. Er erzähle nun alles nicht, um Mitleid zu wecken, "sondern um Menschen in ähnlichen Lagen zu helfen".