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Nach fatalem Patzer: Rassismus-Shitstorm gegen Danso

Der ÖFB-Teamspieler sieht sich abscheulichen Kommentaren im Netz ausgesetzt. Tottenham Hotspur will gegen die Täter hart durchgreifen.

Nach fatalem Patzer: Rassismus-Shitstorm gegen Danso Foto: © GETTY

Tottenham Hotspur hat es am Samstag verpasst, einen wichtigen Dreier im Kampf um den Klassenerhalt in der Premier League einzufahren.

Gegen Brighton & Hove Albion musste man sich nach einem späten Gegentor mit einem 2:2 begnügen (Spielbericht >>>). Daran mitbeteiligt war auch ÖFB-Verteidiger Kevin Danso, dessen Ballverlust im eigenen Sechzehner zum Ausgleich in der fünften Minute der Nachspielzeit führte.

Im Anschluss der Partie kam es in den Sozialen Medien zu einer Menge unschöner Kommentare, die sich gegen den 27-jährigen ÖFB-Teamspieler richteten.

Mittlerweile hat sich auch Tottenham Hotspur zu den teils rassistischen Hasskommentaren geäußert und sich hinter seinen Abwehrspieler gestellt.

"Nichts kann rassistischen Missbrauch jemals entschuldigen"

"Kevin hat unsere vollständige und bedingungslose Unterstützung als Spieler und als Person", so der Klub in einem Statement.

"Nichts über Form oder Ligaposition kann rassistischen Missbrauch jemals entschuldigen oder erklären. Es gibt keine Verbindung zwischen Leistung auf dem Spielfeld und dem Recht, einen Spieler mit Diskriminierung anzusprechen. Kritik an Leistungen gehört zum Spiel. Rassismus nicht."

Tottenham kündigte an, alle identifizierten Täter sofort der Polizei bzw. den zuständigen Behörden der jeweiligen Länder zu melden. Zudem fordert der Klub auf, jegliche Art von Online-Missbrauch in diesem Zusammenhang report@tottenhamhotspur.com zu melden.

Den Tätern könnten nun Freiheits- oder Geldstrafen drohen.

Die Aussendung von Tottenham Hotspur im Wortlaut:

"Seit dem gestrigen Spiel gegen Brighton, das während des 'No Room For Racism'-Wochenendes der Premier League stattfand, ist und ist Kevin Danso weiterhin einem erheblichen und abscheulichen rassistischen Missbrauch in den sozialen Medien ausgesetzt.

Wir haben abscheulichen, menschenverachtenden Rassismus gehört und gesehen. Verhalten, das zweifellos strafbar ist. Es wird nicht toleriert.

Der Verein ergreift sofort Maßnahmen. Wir melden alle identifizierten Inhalte der Metropolitan Police und den zuständigen Behörden des Landes, in dem sich die Täter aufhalten, sowie den relevanten Social-Media-Plattformen. Wir werden für die stärkste Aktion gegen jede einzelne Person, die wir identifizieren, drängen.

Kevin hat unsere vollständige und bedingungslose Unterstützung als Spieler und als Person. Niemand in diesem Klub wird jemals alleine dastehen.

Nichts über Form oder Ligaposition kann rassistischen Missbrauch jemals entschuldigen oder erklären. Es gibt keine Verbindung zwischen Leistung auf dem Spielfeld und dem Recht, einen Spieler mit Diskriminierung anzusprechen. Kritik an Leistungen gehört zum Spiel. Rassismus nicht.

Wir arbeiten mit spezialisierten dritten Parteien zusammen, die sich der Überwachung von Online-Missbrauch, der Ermittlung von Vorfällen und Missbrauchern könnten Freiheitsstrafe, Fußballverbotsbeordnungen, Strafregister, Geldstrafen, Gemeinschaftsanordnungen oder polizeilich vorgeschriebene Bildungsprogramme drohen.

Wir haben erfolgreich Strafverurteilungen nach dem Missbrauch unserer Mitarbeiter und Spieler, einschließlich Personen mit Sitz in Übersee, sichergestellt und wir haben auch unbefristete Klubverbote erlassen.

Wir fordern X, Instagram und alle Plattformen auf, schnell und entschlossen zu handeln, wenn rassistischer Missbrauch gemeldet wird. Wir ermutigen auch jeden, der Missbrauch dieser Art sieht, uns dies direkt unter
report@tottenhamhotspur.com zu melden, damit wir bestmöglich handeln können.

Bei Tottenham Hotspur ist kein Platz für Rassismus. Im Fußball gibt es keinen Platz für Rassismus."

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