"Was ist das für ein Badekick?" - ÖFB-Legionär zu Bulgarien-Zeit
Felix Strauß berichtet von Erfahrungen in Finnland und Bulgarien, in Regensburg geht es ruhig zu. Da hat es sein Freund Matthias Seidl bei Rapid deutlich schwieriger.
Seit Sommer spielt Felix Strauß bei Jahn Regensburg in der 3. Liga in Deutschland. Davor machte er Auslandserfahrungen in Finnland (Lahti) und Bulgarien (Spartak Varna).
Jetzt berichtet der 24-Jährige im Interview mit dem Klub von spannenden Erfahrungen. "Nach meiner Zeit in Altach, wo ich viel gespielt habe, kam ein Bruch. Ich hatte in drei Jahren fünf Trainer und drei Sportdirektoren. Mein Vertrag lief aus und ich war drei Monate vereinslos. Mich wollte einfach keiner haben, das Geschäft ist so hart", berichtet Strauß von seiner Vereinslosigkeit.
Von der Skisprungschanze zum "Badekick"
In Finnland spielte er dann in einer spannenden Kulisse. "Eine Sportstadt, wir haben in einem riesigen Stadion gespielt, direkt hinter dem Tor war die Skisprungschanze. Wenn du trainiert hast, hörtest du manchmal ein Pfeifen und dann sprang da einer runter", so Strauß.
Dann folgte nach einem halben Jahr der Schritt zu Spartak Varna. " In Bulgarien bin ich nach dem Training fünf Minuten an den Strand gefahren und ins Meer gesprungen. Aber kulturell war das ein Wahnsinn. Beim ersten Training dachte ich: 'Was ist das für ein Badekick?'. Die Einstellung zum Training war gleich null, in der Kabine lief laute Musik, es war ein riesiges Durcheinander, gerade dass sie kein Bier aufgemacht haben", berichtet der Verteidiger.
Ruhiger als bei Rapid
Sobald das Spiel anfing sei der Schalter aber umgelegt worden. "Die sind in die Zweikämpfe 'gerauscht', das hast du nicht gesehen. Eine ganz andere Mentalität", so Strauß.
Der Salzburger freut sich jetzt über den familiären Verein in Regensburg. Dort geht es anders zu als beim SK Rapid. "Man kann an der Donau abschalten, die Leute lassen dich in Ruhe. Ein sehr guter Freund von mir, Matthias Seidl, ist Kapitän bei Rapid Wien; der kann nach einer Niederlage nicht einkaufen gehen, ohne blöd angeredet zu werden. Das ist hier anders, das ist das bayerische Gemüt", meint der Ex-Altach-Profi.