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Fisnik Asllani
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Ozan Kabak
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Valentin Gendrey
Ilzers Hoffenheimer schütteln Bayern-Ohrfeige souverän ab
Gegen Freiburg wird wieder an die Siegesserie angeschlossen. Union unterliegt beim HSV trotz eines Querfeld-Tors vom Punkt.
Die TSG 1899 Hoffenheim lässt sich vom jüngsten Rückschlag beim Tabellenführer nicht beeindrucken: Am 22. Spieltag der deutschen Bundesliga gibt es mit einem 3:0 über den SC Freiburg wieder einen überzeugenden Erfolg für das Team von Christian Ilzer.
Vor 22.679 Zuschauern beginnt das Spiel mit einem Warnschuss von Maximilian Eggestein (1.), der Oliver Baumann prüft. Danach übernimmt jedoch Ilzers Elf das Kommando.
Jubel brandet bereits in der sechsten Minute auf, doch der Video-Assistent kassiert den Treffer wegen einer Abseitsstellung wieder ein. Die Hausherren bleiben spielbestimmend und Wouter Burger kommt zu gefährlichen Kopfballchancen (2., 17.), scheitert jedoch am gut aufgelegten Freiburger Schlussmann Noah Atubolu.
Trotz einer deutlichen Überlegenheit von 26:9 Torschüssen geht es torlos in die Kabinen.
Doppelschlag nach der Pause
Der zweite Durchgang beginnt für die Gastgeber nach Maß. Unmittelbar nach Wiederanpfiff bringt Fisnik Asllani die TSG nach einer Vorlage von Vladimir Coufal per Kopf in Führung (46.).
Nur fünf Minuten später glänzt Coufal erneut als Vorbereiter: Diesmal verwertet Ozan Kabak das Zuspiel, ebenfalls per Kopf, zum 2:0 (51.). Julian Schusters Truppe wirkt geschockt und findet offensiv kaum statt, während Hoffenheim das Spiel mit fast 60 Prozent Ballbesitz kontrolliert.
Die Partie wird phasenweise ruppiger, was sich in Gelben Karten für Kabak und Freiburgs Patrick Osterhage niederschlägt; zudem muss Maximilian Rosenfelder verletzungsbedingt für Anthony Jung weichen.
Prass kommt für die Schlussphase
Auf dem Feld greift Ilzer in der Schlussphase ebenfalls auf rot-weiß-rote Verstärkung zurück: Alexander Prass kommt für Bazoumana Toure ins Spiel (73.), um die Führung über die Zeit zu bringen.
Prass fügt sich nahtlos in das dominante Spiel der Hausherren ein. Den Schlusspunkt setzt schließlich der eingewechselte Valentin Gendrey, der in der Nachspielzeit den 3:0-Endstand markiert (90.+5).
Mit dem überzeugenden Auftritt untermauern die Sinsheimer ihre Ambitionen auf die Königsklasse und halten den Druck auf die Tabellenspitze hoch. Für den Sport-Club hingegen bedeutet die Niederlage einen Rückschlag im Ringen um die europäischen Startplätze, da die Verfolger näherkommen.
Querfeld trifft, aber es reicht nicht
In der Hansestadt geht es indes knapper zu: Der Hamburger SV kommt zu einem 3:2 über den 1. FC Union Berlin.
Die Partie beginnt mit optischen Vorteilen für die Gastgeber, die mehr Ballbesitz verzeichnen und durch einen Warnschuss von Luka Vuskovic (4.), der sein Ziel nur knapp verfehlt, erstmals vorstellig werden.
Jubeln dürfen jedoch zunächst die Gäste: Nach Intervention des Video-Assistenten zeigt Schiedsrichter Florian Badstubner auf den Punkt. Querfeld behält die Nerven und stellt per Strafstoß auf 1:0 (28.).
Polzins Elf zeigt sich vom Rückschlag jedoch unbeeindruckt und schlägt prompt zurück. Ransford Königsdörffer belohnt den Aufwand mit dem Ausgleich (35.), ehe Ex-Salzburger Nicolas Capaldo die Partie noch vor dem Pausenpfiff komplett dreht und zum psychologisch wichtigen 2:1 trifft (45.).
Entscheidung in der Schlussphase
Nach dem Seitenwechsel mühen sich die Gäste, wieder Zugriff auf das Geschehen zu finden, während auf der Gegenseite Luka Vuskovic früh verwarnt wird (50.) – er wird seinem Team im nächsten Spiel gesperrt fehlen.
Union, angeführt von Kapitän Christopher Trimmel, erhöht nun das Risiko und hat Pech, als ein Abschluss des eingewechselten Livan Burcu nur am Aluminium landet (71.).
Mitten in diese Drangphase hinein beweist der HSV Effizienz: Erneut ist es Königsdörffer , der einen Konter zum 3:1 vollendet (82.) und die Weichen scheinbar auf Sieg stellt. Die Berliner stecken jedoch nicht auf und verkürzen durch einen Kopfball von Andrej Ilic noch einmal auf 3:2 (89.).
In einer hektischen Nachspielzeit wirft Union alles nach vorne, doch ein weiterer Versuch per Kopf von Ilic wird entschärft, womit der Heimsieg der Hanseaten besiegelt ist.