Wird Mauricio Pochettino neuer Bayern-Trainer?

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Kaum wurde die Entlassung von Tottenham-Trainer Mauricio Pochettino publik, schon wurde der Argentinier zu einem ganz heißen Kandidaten für den Trainerposten beim FC Bayern.

Sportdirektor Hasan Salihamidzic gilt bereits seit Längerem als großer Befürworter des 47-Jährigen. Noch vor der Verpflichtung von Ex-Trainer Niko Kovac im Sommer 2018 stand er mit Pochettino in Kontakt und wollte ihn nach München lotsen.

Nur einer der Gründe, warum Pochettino vielleicht bald das Training an der Säbener Straße leiten könnte:

Pochettino wäre sofort verfügbar

Anders als Thomas Tuchel und Erik ten Hag, die noch bei ihren Vereinen PSG und Ajax Amsterdam unter Vertrag stehen und ebenfalls in der engeren Auswahl als Trainernachfolger des FC Bayern stehen, wäre Pochettino sofort verfügbar.

Die Münchner sprachen Interimstrainer Hansi Flick zwar eine Jobgarantie bis Ende des Jahres zu, allerdings könnte der nächste schwache Auftritt der Bayern diese schnell relativieren. Statt der vorübergehenden Lösung mit Flick würde man lieber auf eine Dauerlösung mit Pochettino zurückgreifen.

Die Bayern machen keinen Hehl daraus, dass sie einen Trainer mit großem Namen haben wollen. Den hat sich Pochettino in seiner Zeit bei den "Spurs" durchaus gemacht. In den letzten fünf Jahren hat er Tottenham wieder zurück zu glorreichen Zeiten geführt. Unter ihm erreichte die Mannschaft in der Saison 2016/17 den Vizemeistertitel, in der vergangenen Spielzeit sogar das Champions-League-Finale.

Pochettino machte Kane und Son zu Superstars

Harry Kane und Heung-min Son verhalf er zum internationalen Durchbruch. Mittelfeldspieler Dele Alli feierte sein Debüt unter Pochettino und wurde zum Nationalspieler. Die Dankbarkeit über das Vertrauen, das Pochettino in den 23-Jährigen setzte, weiß dieser auch fünf Jahre später noch zu schätzen.

Auf Twitter schrieb er nach der Entlassung: "Ich kann diesem Mann nicht genug danken. Er brachte mir so viel bei und ich bin ihm unheimlich dankbar für alles, was er für mich gemacht hat. Viel Glück und ich hoffe, wir sehen uns bald wieder, mein Freund."

Bayern-Akteur Joshua Kimmich wäre auf jeden Fall nicht abgeneigt von Pochettino als kommenden Bayern-Trainer. Nach dem Länderspiel gegen Nordirland am Dienstagabend äußerte sich der 24-Jährige zu dem Trainerkandidaten:

"Er ist ohne Frage ein Top-Trainer. Er hat es mit Tottenham über Jahre top gemacht. Sie hatten eine Riesenkonstanz in den letzten Jahren, waren immer mit dabei, mit dem Highlight Champions-League-Finale." Trotzdem hält sich der Abwehrspieler mit eindeutigen Aussagen zurück: "Ich weiß nicht, ob er für uns in Frage kommt."

Pochettino immer noch titellos

Ein Makel aber bleibt: Große Titel konnte Pochettino nie gewinnen. Der gefeierte Held der vergangenen Saison lässt Tottenham auf dem 14. Rang zurück. In zwölf Spielen konnte er nur drei Siege feiern.

Eine bittere Niederlage kassierte der ehemalige Abwehrspieler ausgerechnet beim Champions-League-Spiel gegen die Bayern Anfang Oktober. Die 2:7-Pleite zeigte bereits, wie weit die Mannschaft von ihren früheren Leistungen entfernt war. Außerdem spricht Pochetino kein Deutsch. Etwas, was die Bayern-Bosse immer wieder als Grundvoraussetzung für einen Nachfolger attestieren.

Bayern-Präsident Herbert Hainer, Nachfolger von Uli Hoeneß, machte bereits deutlich, dass man "den besten Trainer" zu den Bayern holen wolle, der "verfügbar" sei. Rangnick hat bereits abgesagt, Guardiola die Gerüchte dementiert und Tuchel sowie ten Hag sind aktuell nicht auf dem Trainermarkt - Aspekte, die für eine Verpflichtung von Pochettino sprechen.

Textquelle: © LAOLA1.at

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