Schmadtke kritisiert Offensivtaktik von Glasner

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Oliver Glasner durchlebt in seinem ersten halben Jahr beim VfL Wolfsburg die erste Krise.

Nach einem Bilderbuchstart mit neun ungeschlagenen Bundesligapartien zwischen Mitte August und Ende Oktober träumte die Autostadt bereits von einem europäischen Tabellenplatz. Nun, zehn Spieltage und sieben Pleiten später, schrillen bei den "Wölfen" die Alarmglocken.

Das ausgerufene Ziel Europa, begräbt Glasner bereits nach zwei Rückrunden-Pleiten.

"Wenn man mit zwei Niederlagen startet, muss man sagen, dass wir dieses Thema erst einmal ad acta legen können", sagte der ehemalige LASK-Trainer.

Schmadtke: "Müssen uns resetten"

Ähnlich sieht Wolfsburg-Sportdirektor Jörg Schmadtke die Situation beim Sport1-Doppelpass. Gegen die Hertha BSC setzte es für den deutschen Meister aus der Saison 2008/09 die dritte Niederlage in Folge. "Der Weg, den wir gerade bestreiten, ist schwierig", meint Schmadtke und fordert: "Um den Knoten zu lösen, müssen wir uns resetten."

Dass taktische Veränderungen unter einen neuem Coach sofort greifen, überraschte auch den 55-Jährigen. "Da waren wir nach neun Spieltagen auf Platz zwei", erinnert sich Schmadtke zurück: "Und dann bricht da was weg." In Wolfsburg "haben wir bereits gedacht, weiter zu sein, als wir tatsächlich waren".

Schmadtke kritisiert Glasner-Taktik

Nach einer überwiegend erfolgslosen Weihnachtszeit, griff Glasner zu einer Systemumstellung. In der Defensive wurde die Dreierkette zu einer Viererkette umfunktioniert, dem 3-4-3 musste ein 4-3-3 weichen. Ein taktische Maßnahme, die bislang nicht für den Turnaround sorgte. Zum Unmut von Schmadtke.

Obwohl Glasner stets mit einem Dreier-Angriff startet, agiert die "Wölfe"-Offensive überwiegend ohne Biss. "Wir müssen anfangen, neue Wege zu gehen. Wir spielen vorn konstant mit drei Spitzen. Und mein Eindruck ist, dass uns das nicht dabei hilft, Torchancen zu kreieren", stellt Schmadtke die Taktik des Österreichers in Frage.

Muss Glasner um Zukunft bangen?

Dass Schmadtke kein Freund von Schnellschüssen ist, bewies er bereits in seiner Zeit beim 1. FC Köln, als er Peter Stöger trotz hartnäckiger Krisenzeiten das Vetrauen schenkte. Darauf darf sich laut Schmadtke auch Glasner verlassen. "Er bekommt die Unterstützung, die er braucht."

Weitere Ausrutscher sollen sich die einst ungeschlagenen Wolfsburger allerdings nicht mehr leisten. Am nächsten Spieltag geht es für die Glasner-Truppe zum abstiegsgefährdeten SC Paderborn (So., 18 Uhr), wo alles andere als ein voller Erfolg die nächste Enttäuschung bedeuten würde.

Textquelle: © LAOLA1.at

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