TSG Hoffenheim trifft Entscheidung um Schicker-Zukunft
Der Steirer sollte am Montag bei einer Gesellschafter-Versammlung abberufen werden. Dazu kam es gar nicht, der Fall nahm eine plötzliche Wende.
Die TSG Hoffenheim bestätigt Andreas Schicker als Geschäftsführer Sport. Diese Entscheidung geben die Sinsheimer nach einer Vorstandstagung am Montag bekannt.
Die ebenfalls für Montag angesetzte Gesellschafter-Versammlung, bei der über Schickers Zukunft entschieden hätte werden sollen, fand nicht statt.
Einem Bericht des "Kicker" zufolge hatte Mäzen Mäzen Dietmar Hopp beim zuständigen Landesgericht Heidelberg einen Antrag auf Verfügung im einstweiligen Rechtsschutz zur Untersagung der Durchführung der Gesellschafterversammlung ein.
Diesem wurde stattgegeben, weshalb die Sitzung gerichtlich untersagt wurde.
Statt Schicker geht Henssler
Interimspräsident Christoph Henssler hatte das Treffen angesetzt, um Schicker als Geschäftsführer Sport abzuberufen und zum Sportdirektor zu degradieren.
Der Steirer bezeichnete den tobenden Machtkampf bei der TSG als "Kasperltheater" und kündigte seinen Abschied an, sollte das Vorhaben tatsächlich umgesetzt werden. Parallel dazu stellte auch Trainer Christian Ilzer seinen Rücktritt in den Raum.
Stattdessen hat Henssler bei der Tagung des Vorstands seinen sofortigen Rücktritt erklärt. "Die sportliche Entwicklung der vergangenen Monate ist ein klarer Beleg für die erfolgreiche und engagierte Arbeit aller Mitarbeitenden im Verein", sagt er.
"Einig, dass Andi Schicker gehalten werden muss"
Henssler führt aus: "Aus tiefer Verbundenheit zu meinem Klub wünsche ich der TSG Hoffenheim für die Zukunft nur das Beste und lege mein Amt mit dem heutigen Tage nieder."
Frank Engelhardt, der dritte Vorsitzende des Vereins, ergänzt: "Wir sind uns im e.V.-Vorstand einig, dass Andi Schicker als Geschäftsführer bei der TSG Hoffenheim gehalten werden muss."
Der frühere Vorstand Jörg Albrecht wird den Klub in den nächsten vier Wochen kommissarisch gemeinsam mit Engelhardt leiten.