David Alaba empört über Afrika-Aussagen

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Mit Empörung reagiert David Alaba auf den Vorschlag von zwei Wissenschaftlern aus Frankreich, einen möglichen Impfstoff gegen COVID-19 in Afrika zu testen.

"Sind diese beiden Typen Ärzte oder Clowns? Diese Art von Rassismus hätte ich mir nie vorstellen können", schreibt der ÖFB-Star bei "Twitter" und meint weiter:

"Das ist schändlich und inakzeptabel. Wir müssen alle zusammenstehen und Hand in Hand arbeiten, um dieses Virus zu bekämpfen."

George Alaba, der Vater des Bayern-Legionärs, stammt aus Nigeria.

Arzt mit provokanten Aussagen

Ausgangspunkt ist die Diskussion zweier Wissenschaftler im französischen TV über mögliche Impfstoff-Tests in Afrika.

Jean-Paul Mira, Chefarzt am Pariser Cochin Krankenhaus, hat dabei angekündigt, bewusst provozieren zu wollen und gemeint: "Sollten wir diese Studie nicht in Afrika machen, wo es keine Masken, keine Behandlungsmöglichkeiten und keine Wiederbelebungsmaßnahmen gibt, ein bisschen so wie es bei bestimmten Aids-Studien gemacht wurde? Wo sie an Prostituierten experimentieren, weil man weiß, dass sie besonders exponiert sind und sich nicht schützen."

Camille Locht, Forschungsdirektor des staatlichen Inserm-Institut, antwortete folgendes: "Sie haben recht, wir überlegen, eine parallele Studie in Afrika durchzuführen."

Locht wies jedoch auch auf Überlegungen zu möglichen Studien in Europa oder Australien hin.

Drogba: Afrika "kein Versuchslabor"

Die Aussagen lösten einen Shitstorm in den sozialen Netzwerken aus. In den Reaktionen zeigt sich Wut, die Menschen auf dem afrikanischen Kontinent haben. Denn: Während Afrika lange Zeit vom Coronavirus verschont geblieben war, häufen sich seit Mitte März auch dort die Fälle. Häufig führt die Spur nach Europa.

Vom "Virus der Weißen" ist in Afrika die Rede. Dass nun ausgerechnet Forscher einer ehemaligen Kolonialmacht solche Pläne vorschlagen, rief zusätzliche Empörung hervor. "Wir wissen doch alle, wie uns Europäer und Amerikaner sehen. Überrascht es euch wirklich, dass sie Afrika als Testlabor sehen?", fragte eine Userin.

Drogba, der frühere Torjäger vom englischen Spitzenclub Chelsea und Kapitän der Cote d'Ivoire, schrieb, Afrika sei "kein Versuchslabor". "Ich möchte diese erniedrigenden, falschen und vor allem zutiefst rassistischen Worte aufs Schärfste verurteilen."

Ein Anwalts-Kollektiv aus Marokko kündigte eine Klage gegen Mira wegen rassistischer Beleidigung an. Der Forscher entschuldigte sich später in einer Aussendung seines Arbeitgebers: "Ich möchte mich bei all jenen entschuldigen, die verletzt und schockiert sind und die sich von meinen ungeschickten Äußerungen auf LCI beleidigt fühlen." Das Inserm meinte, die Aussage ihres Mitarbeiters sei aus dem Kontext gerissen und falsch interpretiert worden.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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