Nein zu Bier und Wurst! Gladbach-Fans planen speziellen Protest
Vor dem Bundesliga-Duell bei RB Leipzig sorgen die Fans von Borussia Mönchengladbach für Aufsehen. Mit einem ungewöhnlichen Boykott wollen sie den Gegner diesmal wirtschaftlich treffen.
Beim Bundesliga-Kracher zwischen RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach steht nicht nur der Sport im Fokus.
Die Gladbach-Fans planen einen denkwürdigen Protest und greifen dabei zu ungewöhnlichen Mitteln.
Boykott im Stadion
Die Dachorganisation der Anhänger, der "FPMG Supporters Club", ruft dazu auf, im Rahmen des Auswärtsspiels komplett auf den Konsum im Stadion zu verzichten.
Konkret heißt das: kein Bier, keine Wurst.
Ziel ist es, RB Leipzig finanziell zu treffen. Jeder Euro, der im Stadion ausgegeben wird, komme letztlich dem Klub zugute – und genau das wollen die Fans verhindern.
Protest gegen "Konstrukt RB"
Hintergrund ist die anhaltende Kritik vieler Traditionsfans am Leipziger Klub.
RB Leipzig wird von Teilen der Fanszene seit Jahren als kommerzielles "Konstrukt" gesehen, das nicht den klassischen Werten des Fußballs entspreche. Der Protest gegen die Sachsen hat sich daher längst etabliert und wird nun auf eine neue Ebene gehoben.
Versorgung außerhalb des Stadions
Statt im Stadion zu konsumieren, sollen sich die Fans laut Aufruf in der Leipziger Innenstadt oder rund um die Arena versorgen.
Für das Spiel stehen knapp 5.000 Tickets für die Gladbach-Anhänger zur Verfügung. Entsprechend könnte sich der Boykott durchaus bemerkbar machen.
Zusätzliche Brisanz
Ebenfalls für Brisanz sorgt im Vorfeld der Begegnung die Personalie Rocco Reitz.
Das 23-jährige Gladbacher Eigengewächs wird den Verein am Ende der Saison verlassen und ausgerechnet zu RB Leipzig wechseln, um dort ÖFB-Star Xaver Schlager zu ersetzen.