NEWS

Hoeneß mit Ansage an Berater: "Machen diesen Wahnsinn nicht mit"

Der Bayern-Ehrenpräsident möchte die Macht von Beratern künftig verkleinern und zeigt sich über deren Verhalten empört.

Hoeneß mit Ansage an Berater: "Machen diesen Wahnsinn nicht mit" Foto: © getty

Der Vertragspoker um Dayot Upamecano dauerte lange, nach zähen Verhandlungen entschied sich der Franzose am Ende doch für einen neuen Vertrag beim FC Bayern München bis 2030.

Ehrenpräsident Uli Hoeneß holt jetzt gegenüber der "Bild" gegen Berater aus. Man werde sich "nicht mehr gefallen lassen, dass Berater allein bestimmen, wie es läuft. Ihr Beitrag steht zunehmend in keinem Verhältnis mehr zur Honorierung, die aufgerufen und am Ende auch oft gezahlt wird".

Hoeneß kündigt Konsequenzen an

"Wir werden verstärkt Nein sagen und diesen Wahnsinn nicht mitmachen", findet er klare Worte. Dabei soll in gewissen Fällen der Spieler in der Pflicht stehen. "Man kann auch dem Spieler einmal sagen: 'Wenn dein Berater weiter so unverschämt verhandelt, werden wir mit ihm nicht mehr über deine Zukunft bei uns sprechen.' So weit muss das gehen", so Hoeneß.

Als nächster Schritt gebe es auch Konsequenzen für die Manager. "Wir werden vielleicht auch den ein oder anderen Berater – wenn er sich unfair verhält – auf eine Liste nehmen und ihm sagen, dass wir Spieler, die er vertritt, nicht mehr verpflichten werden", so das Bayern-Urgestein.

Für den Vertreter Upamecanos hat der 74-Jährige ebenso eine Ansage. "Im Fall Upamecano wollten die Berater entweder den Preis bei uns hoch- oder ihn zu einem anderen Klub treiben und als Dankeschön sollen wir ihnen Handgeld zahlen", so Hoeneß. Darin sieht er einen "Widerspruch, den wir so nicht länger hinnehmen sollten".

Real-Gerücht um Laimer

Am Transfermarkt wollen die Bayern auch künftig keine verrückten Dinge unternehmen.

"Unsere Transferbilanz ist sehr ausgeglichen, zudem sind wir dabei, den Kader zu verkleinern. Hätten wir alle Spieler verpflichtet, über die wir gesprochen haben, hätten wir heute kein Festgeldkonto mehr und für die Finanzierung Kredite aufnehmen müssen. Genau das war für uns der entscheidende Impuls, Nein zu sagen", so Hoeneß.

Nach dem langen Poker um Upamecano soll auch der 2027 auslaufende Vertrag mit Konrad Laimer verlängert werden. Die Verhandlungen seien Berichten zufolge aber schwierig, für den Salzburger könnte sich mit Real Madrid auch eine Alternative auftun >>>

Kommentare