Deutsche Bundesliga verliert 91 Millionen Euro

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Die 36 Vereine der deutschen Bundesliga und 2. Bundesliga verlieren durch die Geisterspiele laut eines "Kicker"-Berichts mehr als 91 Millionen Euro.

Für die Bundesligisten ergibt sich ein Verlust von 69,661 Mio. Euro, für die Klubs der 2. Liga rund 22 Mio. Euro, wie eine Berechnung des Fachmagazins auf Grundlage der Ticket-Einnahmen aus der vergangenen Saison ergab.

Bund und Länder haben die Erlaubnis für einen Neustart der Bundesliga ab der zweiten Mai-Hälfte erteilt, die verbleibenden neun Spieltage dürfen allerdings ausschließlich als Partien ohne Zuschauer ausgetragen werden.

Gehaltskürzungen von 40 bis 50 Prozent nötig

Der Sportmanagement-Spezialist Christoph Breuer hält angesichts der Coronakrise eine deutliche Reduzierung der Spieler-Gehälter in der deutschen Bundesliga für notwendig. Der Professor der Deutschen Sporthochschule in Köln schrieb in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" von bis zu 50 Prozent.

"Auf der Kostenseite lässt sich ohne höhere Mathematik feststellen, dass Gehaltskürzungen eher bei 40 bis 50 Prozent liegen müssten als bei den öffentlich gehandelten 10 bis 20 Prozent, wenn sie die Mindereinnahmen durch Geisterspiele vollständig kompensieren sollen", erklärt Breuer und meint damit die "ausstehenden Gehälter nach Aussetzen des Spielbetriebs".

Breuer schreibt außerdem: "Kurzarbeit lohnt nur für Geschäftsstelle und Fan-Shop, nicht aber für den Spielbetrieb." Das liege daran, dass die öffentlichen Zuwendungen pro Arbeitnehmer gedeckelt und die Gehälter der Profiabteilung dafür zu hoch seien.

Textquelle: © APA

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