Hütter: "Die 3 Jahre nicht kaputtreden"

Hütter: Foto: © getty
 

Allen Anfechtungen zum Trotz hat Adi Hütter nach seinem letzten Arbeitstag bei Eintracht Frankfurt selbstbewusst und etwas rührselig Servus gesagt.

"Die Kritik war zum Teil berechtigt. In Summe lasse ich mir die drei Jahre aber nicht kaputtreden", meinte der 51-jährige Vorarlberger nach dem 3:1 zum Saisonabschluss gegen den SC Freiburg.

Er verlasse den Tabellenfünften mit viel Wehmut und weinenden Auges: "Ich habe nach dem Spiel gespürt, dass die Tränen einfach da waren."

Kein schöner Abschied

Die Hochachtung, die Hütter beim deutschen Bundesligisten, den er 2019 ins Halbfinale der Europa League führte, lange Zeit genoss, verlor er mit einem ungeschickt kommunizierten Wechsel zu Borussia Mönchengladbach.

Als Folge verspielten die Hessen im Kampf um ein Königsklassen-Ticket noch einen Sieben-Punkte-Vorsprung auf Borussia Dortmund - und Hütter die Sympathien der Klub-Führung, die ihn nicht mit Blumen verabschiedete.

Besonderes Zeichen im letzten Spiel

Vor und nach der Partie gegen Freiburg verzichtete Hütter auf die angekündigte Abrechnung und Aufdeckung der wahren Gründe für den Abgang am Main.

Mit der Einladung an Sport-Vorstand Fredi Bobic und Sportdirektor Bruno Hübner, die ebenso den Verein verlassen, mit ihm das letzte Spiel von der Frankfurter Bank und nicht von der Loge aus anzusehen, setzte er ein deutliches Zeichen.

"Wir wollten zeigen, dass wir sportlich eine Einheit sind", erklärte Hütter. "Und es hat Spaß gemacht."

Umbau bei Eintracht

Für Bobic, der den Wechsel zu Hertha BSC mit Druck provoziert hat, soll nun der neue Sportchef Markus Krösche (zuletzt Leipzig) die Eintracht um die ÖFB-Teamspieler Martin Hinteregger und Stefan Ilsanker fit für die Zukunft machen.

Ganz oben auf der To-Do-Liste steht das Engagement eines neuen Trainers gefolgt von der Kaderplanung für die nächste Saison.

Schließlich ist ein personeller Aderlass zu erwarteten. Auf einem vorderen Platz der Einkaufsliste der europäischen Konkurrenz dürfte Stürmer Andre Silva stehen. Gegen Freiburg schoss der Portugiese sein 28. Saisontor und ist damit zweitbester Liga-Torschütze nach Bayerns Robert Lewandowski (41).

Bei einem Angebot um 40 Millionen Euro dürften ihm keine Steine in den Weg gelegt werden. "Wir sind Fünfter geworden, haben 60 Punkte geholt und uns für die Europa League qualifiziert. Wir haben einen guten Job gemacht", sagte der 25-jährige Stürmer, der den von Real Madrid ausgeliehen Luka Jovic in den Schatten stellte.

Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang »

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