"In Österreich wurde oft über meine Körperlichkeit geredet. In Deutschland gab es dann 15 andere, die auch so viel rennen können."
Das habe nicht zuletzt mit der Arbeit von Sportchef Andreas Schicker und Trainer Ilzer zu tun: "Es war wichtig, im Sommer eine ganze Vorbereitung gehabt zu haben. Sie haben die Mannschaft umgebaut, konnten viele Impulse setzen, haben clevere Entscheidungen getroffen. Das Team hat sich sehr gut gefunden."
Es ging doch nicht so schnell
Auch Prass selbst tritt ganz anders auf als noch in der Vorsaison.
Er gibt offen zu: "Ich dachte eigentlich, ich hätte mich schnell adaptiert. Im Nachhinein merke ich aber, dass ich jetzt sehr viel weiter bin. Ich konnte aus der letzten Saison, die oft nicht sehr cool war, viel mitnehmen. In so einer Phase bist du dir selbst gegenüber auch kritischer."
Die Basics sind wichtig
Dass das Niveau in der deutschen Bundesliga ganz anders ist als jenes in heimischen Gefilden, hat er längst festgestellt.
"In Österreich wurde oft über meine Körperlichkeit geredet. In Deutschland gab es dann 15 andere, die auch so viel rennen können. Da wird dir bewusst, dass du auch in diesem Bereich versuchen musst, besser zu werden. Überhaupt sind die Spieler alle in den Basics richtig gut, da konnte ich auch einige Schritte machen", so der 17-fache ÖFB-Teamspieler.
Endlich wieder Dialekt
Wer ihm zuhört, dem fällt der ein oder andere bundesdeutsche Begriff auf, der sich in seine Sprache eingeschlichen hat.
"Ja, da habe ich mich schnell angepasst. Du wirst ja ständig gehäkelt, wenn du dauernd irgendwas daherredest", lacht er.
Da tut ein Abstecher zum ÖFB-Team gut: "Es ist angenehm, hier frei reden zu können, den Dialekt nicht verstecken zu müssen."
Verstecken muss sich Alexander Prass derzeit aus mehrerlei Gründen nicht. Läuft.