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Romano Schmid: Kurz weg von den Bremer Baustellen

Der Steirer erlebt mit dem SV Werder eine ganz schwierige Situation. In einer Stadt, die speziell ist. So geht er damit um:

Romano Schmid: Kurz weg von den Bremer Baustellen Foto: © GEPA

Romano Schmid genießt die Abwechslung. Die Zeiten in Bremen sind hart, da tun die Euphorie und die gute Stimmung rund ums ÖFB-Team doppelt so gut.

"Hier kann man komplett abschalten von dem richtigen Druck und Stress. Wir haben uns hier Testspiele erarbeitet, in denen wir nicht gewinnen müssen, aber können und wollen. In Bremen musst du gewinnen", sagt er.

Hängende Köpfe, getrübte Stimmung

Während es in den vergangenen Saisonen an der Weser noch um europäische Startplätze ging, ist in der laufenden Spielzeit beinharter Kampf gegen den Abstieg angesagt.

Das trübt die Stimmung, nicht nur individuell, sondern auch kollektiv.

"Natürlich macht das etwas mit einem, wenn man 13 Mal in Folge nicht gewinnt. Bremen ist außergewöhnlich, da geht es um mehr als Fußball. Für viele in dieser Stadt ist das das Leben, das spürt man auch", spricht Schmid die Phase zwischen Ende November und Ende Februar an.

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Werder kämpft um den Klassenerhalt
Foto: ©GEPA

Unter Neo-Coach Daniel Thioune ging es zuletzt wieder aufwärts, in den vergangenen vier Partien wurden drei Siege eingefahren.

"Wenn man davor die hängenden Köpfe der Fans gesehen hat, merkt man erst, wie viel Freude man ihnen mit einem Sieg geben kann. In der Zeit davor hat man gespürt, dass Fußball weh tun kann", so der 26-Jährige.

Mehrere Positionen "anstregend"

In der Verzweiflung wurde auch Schmid auf mehreren Positionen probiert. "Ich spiele mal links als Flügel, mal rechts, habe auch schon Stürmer gespielt", berichtet der Steirer.

Keine angenehme Situation. "Wenn man glaubt, seine Stärken auf einer gewissen Position einbringen zu können, ist es anstrengend, Woche für Woche etwas anderes einbringen zu müssen. Aber ich spiele ja Fußball, um Herausforderungen anzunehmen", lächelt Schmid.

Wanner und Chukwuemeka - neue Konkurrenz

Auch im ÖFB-Team ist die Herausforderung größer geworden bzw. die Zahl der Herausforderer. Mit Carney Chukwuemeka und Paul Wanner sind zwei Spieler dazugekommen, die auch auf seiner Position als rechter Zehner infrage kommen.

Den 32-fachen ÖFB-Teamspieler stört das nicht, im Gegenteil: "Das sind unfassbar gute Spieler. Ich finde es schön, dass wir sie dazubekommen haben und bin froh, dass sie jetzt mit mir zusammenspielen."

In wenigen Tagen geht es wieder nach Bremen, dann hat der SV Werder Schmid wieder. Und das ÖFB-Team rückt gedanklich wieder in weite Ferne.

"Ich denke nicht an die WM, ich habe ganz andere Baustellen in meinem Alltag", gibt er offen zu.

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