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VAR-Sabotage! Münster-Fans zogen Stecker

Die Fans von Preußen Münster verhinderten eine "On-Field-Review". Der Fall wird ermittelt.

VAR-Sabotage! Münster-Fans zogen Stecker Foto: © GETTY

Unter Fußballfans gilt der VAR als umstritten. Ultras von Preußen Münster zogen ihm jetzt wortwörtlich den Stecker.

Im Spiel gegen die Hertha wurde der Bildschirm für die "On-Field-Review" manipuliert. Als Schiedsrichter Felix Bickel dort kurz vor der Pause eine Elfmeter-Szene für Hertha begutachten wollte, blieb der Bildschirm schwarz.

Vermummte Münster-Fans dürften den Stecker kurz davor gezogen haben. Wenig später war im Fansektor ein Banner mit den Worten "Dem VAR den Stecker ziehen" zu lesen.

DFB ermittelt

Der DFB ermittelt. "Wegen dieses Vorfalls sowie wegen der abgebrannten Pyrotechnik wird durch den Kontrollausschuss ein Verfahren gegen Preußen Münster eingeleitet", heißt es auf "dpa"-Anfrage.

Münster äußert sich ebenso dazu: "Der SC Preußen Münster bedauert den Vorfall und wird alles daransetzen, den oder die Täter zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen. Außerdem wurden umgehend Maßnahmen ergriffen, um vergleichbare Vorfälle für die Zukunft auszuschließen."

Elfmeter auch ohne Bildschirm

Am Ende des Tages brachte der Protest sportlich nichts, der Schiedsrichter entschied nach Rücksprache mit dem VAR auf Elfmeter für Berlin.

"So ist das regeltechnisch korrekte Vorgehen. Formal ist das On-Field-Review nur eine Empfehlung. Der Schiedsrichter kann den Monitor in Anspruch nehmen, muss es aber nicht zwingend", so Schiedsrichtersprecher Alex Feuerherdt gegenüber der "Sportschau".

Preußen Münster musste sich am Ende 2:1 geschlagen geben.

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