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Durch Corona: Siegeszug der Roboter im Sport?

Fan-Ersatz, Trainingshilfe, "Sportler": Gibt die Menschen-Krise den Maschinen im Sport einen Push?

Durch Corona: Siegeszug der Roboter im Sport? Foto: © getty

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Unser Leben wird dieser Tage von "Social Distancing" geprägt.

Für den Sport eine besondere Belastungsprobe, auf Plätzen und Zuschauerrängen gleichermaßen – viele Sportarten sind unter diesen Umständen nur schwer auszuführen, Fans in den Stadien stehen noch lange nicht zur Diskussion.

Die Suche nach Lösungen schreitet voran, doch Geisterspiele werden uns viele Monate begleiten. Um der tristen Atmosphäre entgegenzuwirken, werden in Fernost schon kreative Lösungen angedacht.

In Taiwan erfüllen Roboter-Fans die sonst menschliche Aufgabe der Stimmungsmache bei Baseball-Spielen der "Chinese Professional Baseball League". Mit Trommeln erzeugen sie eine Geräuschkulisse, die zumindest an menschliche Ausdrucksformen der Begeisterung erinnern sollen.

Roboter als Trainingspartner

Zugegeben, die menschlichste Komponente des Sports überhaupt – die Emotion – sollte nicht langfristig den Maschinen überlassen werden.

Aber der Fortschritt der Technologie ist längst im Sport angekommen, teilweise als Ergänzung, teilweise schon als Ersatz.

Roboter übernehmen Fan-Aufgaben in Taiwan
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Das Training musste etwa in der härtesten Phase der Corona-Krise mit Kontaktbeschränkungen in einigen Sportarten gar nicht leiden. Im Tennis, Tischtennis und anderen Rückschlag-Sportarten sind Roboter schon lange elementarer Bestandteil des Basis-Trainings.

Besonders in der Technik-Schulung und -Verbesserung können Ball-Roboter einen "realen" Trainingspartner adäquat ersetzen. Teilweise bieten sie gar Vorteile, wenn Abläufe möglichst gleichmäßig ablaufen sollen. Beispielsweise, wenn der Trainierende seinen Rückschlag optimieren will.

Roboter als Zukunft des Motorsports

Auch in gefährlicheren Sport-Bereichen könnten Roboter in absehbarer Zeit menschliche Aufgaben übernehmen. Boxenstopps im Motorsport könnten noch im Laufe dieses Jahrzehnts zu einem technischen Schauspiel werden.

Die DTM steht nach dem Ausstieg von Audi zwar vor einer handfesten Existenzkrise, ambitionierte Zukunftspläne lieferten zuletzt aber eine interessante Perspektive auf den Motorsport der nahen Zukunft.

Schon 2025 sollten die DTM-Autos vollständig elektrisch unterwegs sein, notwendige Batteriewechsel Roboter in der Boxengasse erledigen. Auch für die Entwicklung der Formel E ein relevantes Konzept.

Roboter als Herausforderer

So weit sind Tischtennis-Roboter noch nicht - aber bald?
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Aber der Roboter-Sport geht in vielen Bereichen schon heute einen Schritt weiter: Als "Ersatz" für die Aktiven selbst. So hat die Robotik etwa den Fußball als interessantes "Problemfeld" bereits vor drei Jahrzehnten entdeckt.

Die erste WM im Roboterfußball fand 1996 statt, das Ziel ist ambitioniert: 2050 soll der menschliche Weltmeister im direkten Duell keine Chance gegen die künstliche Konkurrenz mehr haben.

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, aber so viel Aufholbedarf die Robo-Kicker noch haben mögen: Der komplett technisierte Rennsport hat schon heute viel zu bieten.

FPV (First-Person-View) Drone Racing liefert tolle Bilder, die den Einzug ins Hauptabendprogramm geschafft haben, und ermöglicht Interessierten mit vergleichsweise geringem Budget einen aktiven Einstieg.

Wer dem "bodenständigen" Motorsport verbundener ist, wird in Bälde auch eine Rennserie verfolgen können, die auf vollständig autonome Fahrzeuge setzt: Das Roborace wird Bestandteil des Rahmenprogramms der Formel E.

Mit rund 975 Kilogramm Gewicht und 734 PS Leistung werden die eingesetzten Elektro-Fahrzeuge sehr ernstzunehmende Boliden sein (Bild im Header).

Robotik als Studienfach der Zukunft

Sport und Robotik werden somit schon in naher Zukunft untrennbar vereinte Bereiche sein.

Den Grundstein für einen beruflichen Werdegang im Feld der Robotik können Interessierte jetzt an der Fachhochschule Wiener Neustadt legen: Das Bachelor-Studium Robotik vereint viele verschiedene Teilbereiche und fasst sie in einem Studiengang zusammen, der österreichweit seinesgleichen sucht.

Die Roboter-WM hat fast schon Tradition
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Das Studium verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, der auf den Gebieten Robotik, Informatik, Mechanik, Elektrotechnik, Mathematik und moderner Produktion eine breite technische Grundlagenausbildung auf hohem akademischen Niveau bietet.

Die Liste der erlernten Kompetenzen umfasst etwa die Auslegung, Implementierung und Optimierung von Robotersystemen, die Umsetzung von ausgewählten Technologien der Bildverarbeitung, Objekterkennung, Machine Learning und Künstlicher Intelligenz auf Robotersysteme sowie wissenschaftliche und soziale Kompetenzen.

Studierende lernen dabei in einem brandneuen Robotik-Labor, das erst kürzlich eröffnet wurde.

Die Karriere-Perspektiven in verschiedensten Bereichen bei führenden Hightech-Unternehmen, als auch bei innovativen klein- und mittelständischen Betrieben sind vielfältig – und mit dem Bachelor-Studium Robotik der Fachhochschule Wiener Neustadt sind AbsolventInnen für alle davon qualifiziert.

 

Alle Informationen zum Studium gibt es HIER!>>>

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