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EM-Quali: ÖFB-Frauen wünschen sich Duell mit Deutschland

Teamchefin Irene Fuhrmann: "Von der Attraktivität her wäre es cool." Österreich ist bei der Auslosung in Topf zwei. Das Quali-Format ist neu:

EM-Quali: ÖFB-Frauen wünschen sich Duell mit Deutschland Foto: © GEPA

In neuem Format geht es im Frühjahr für Österreichs Frauen-Nationalteam um ein Ticket für die Europameisterschaft 2025.

Nur die 16 Teams der Liga A, darunter das ÖFB-Team, können sich ohne Umwege für die Endrunde in der Schweiz qualifizieren. Für die Auslosung der Qualifikationsgruppen am Dienstag (13.00 Uhr) in Nyon haben die Österreicherinnen ein klares Wunschlos: ein Duell mit Nachbar Deutschland.

Die Einteilung der Töpfe erfolgte nach den Ergebnissen der im Vorjahr erstmals ausgetragenen Nations League. Als Gruppensieger in der A-Liga werden daher Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Weltmeister sowie Nations-League-Champion Spanien aus Topf eins gezogen.

Österreich in Topf zwei

Österreich, das die Gruppe hinter Frankreich abgeschlossen hat, liegt wie Europameister England, Dänemark und Italien in Topf zwei. "Von der Attraktivität her wäre es cool, ein Nachbarschaftsduell zu haben, auch wenn wir wissen, dass Deutschland sehr schwer zu schlagen sein wird", erklärte ÖFB-Teamchefin Irene Fuhrmann.

Auch viele ÖFB-Spielerinnen würden ein neuerliches Kräftemessen mit der DFB-Auswahl, gegen die es im EM-Viertelfinale 2022 eine 0:2-Niederlage gesetzt hatte, sehr gerne sehen. "Wir haben eine kleine Rivalität mit Deutschland, deswegen würde ich mich darüber freuen", sagte Mittelfeldspielerin Marie-Therese Höbinger.

Und die bei Bayern München engagierte Sarah Zadrazil ergänzte: "Deutschland wäre schon ganz attraktiv." Damit wäre auch ein Wunsch der 31-Jährigen erfüllt, nämlich nicht den Topgegner aus jedem Topf zu bekommen. Aus Topf eins wären für die 31-Jährige noch die Niederländerinnen "sehr cool".

"Jeder dieser Gegner ist unangenehm"

Frankreich wolle man aufgrund der vielen Duelle in der jüngeren Vergangenheit und Spanien wegen der Spielstärke als Gegner meiden. Damit ist sie auch auf einer Linie mit Fuhrmann.

"Spanien wäre eine richtige Challenge, Frankreich hatten wir schon des Öfteren. Die Niederlande sind am aufsteigenden Ast, wir haben im Vorjahr gegen sie einmal gewonnen und einmal klar verloren", sagte die 43-Jährige über die weiteren möglichen Top-Konkurrentinnen und stellte klar: "Jeder dieser Gegner ist unangenehm."

Das gilt auch für die möglichen Teams aus Topf drei mit dem WM- und EM-Halbfinalisten Schweden sowie Belgien, Island und Norwegen. Das Trio war im vergangenen Jahr zumindest einmal Länderspielgegner, jede Partie war eng. "In den Duellen mit den Teams aus Topf drei werden wir voll gefordert sein, in keinem Spiel sind wir Favorit", meinte Fuhrmann, die auch in Topf vier "interessante Gegnerinnen" sieht.

Gespielt wird die Vierer-Gruppe von Anfang April bis Mitte Juli. Der Gruppensieger und Gruppenzweite qualifiziert sich direkt für die EM-Endrunde, die restlichen sieben EM-Startplätze werden in zwei Play-off-Runden zwischen Oktober und Dezember ausgespielt.

Gruppeneinteilung Liga A:

Topf 1 (Gruppensieger Nations League): Frankreich, Deutschland, Niederlande, Spanien

Topf 2 (Gruppenzweite Nations League): ÖSTERREICH, Dänemark, England, Italien

Topf 3 (Gruppendritte, die im Play-off gewonnen haben): Belgien, Island, Norwegen, Schweden

Topf 4 (Aufsteiger aus der Liga B der Nations League): Tschechien, Finnland, Polen, Irland

Spieltermine: 3. - 9. April, 29. Mai - 4. Juni, 10. - 16. Juli.

Modus:

Gespielt wird in Hin- und Rückspielen. Gruppensieger und Gruppenzweite qualifizieren sich für die EM-Endrunde. Die restlichen sieben EM-Startplätze werden in zwei Play-off-Runden zwischen Oktober und Dezember ausgespielt.

Im Play-off treffen zunächst die dritt- und viertplatzierten Mannschaften der A-Liga auf Mannschaften aus der C-Liga, die jeweiligen Sieger spielen gegen Aufsteiger aus Duellen von Teams der Liga B. Die Schweiz hat als EM-Gastgeber einen Fixplatz.

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